Tasso-Newsletter

Auf der alten Homepage hatten wir unzählige Tasso-Newsletter eingestellt. Es war uns nicht möglich, diese wieder hier einzustellen.

Aber im TASSO-Newsletter Archiv, sind alle noch zu lesen.

 

Und hier geht es denTASSO-Newsletter aus dem Jahr 2015

http://www.tasso.net/Tierschutz/News

 

News-Archiv: 
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Interessante Newsletter, die uns zugesandt werden, st​ellen wir hier ein.

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Auf in den Herbsturlaub –
Die TASSO-Tipps für lange Autofahrten mit dem Hund

 

Kaum sind die Sommerferien vorbei, stehen schon fast wieder die Herbstferien vor der Tür. Für Viele sind diese Tage eine willkommene Gelegenheit, noch einmal zu verreisen. Da es im Herbst entspannter zugehen soll, entscheiden sich viele Familien für Urlaub im eigenen Land oder in den direkten Nachbarländern. Statt dem Flugzeug wird dann häufig das Auto als Transportmittel gewählt und der geliebte Familienvierbeiner ist selbstverständlich mit von der Partie. Doch was brauchen Hunde bei langen Autofahrten? Wie lange darf es für Bello und Co. dauern? Was sollte unbedingt an Bord sein?

Das ist wichtig vor Beginn der großen Fahrt

Grundsätzlich fahren die meisten Hunde zum Glück gerne Auto. Gehen Sie bei längeren Reisen vor Fahrtantritt eine große Runde mit Ihrem Hund. Powern Sie Ihren Vierbeiner kräftig aus, dann kann er während der Fahrt entspannt vor sich hin schlummern und langweilt sich nicht. Es gibt jedoch auch Hunde, die aus verschiedenen Gründen empfindlich reagieren. Damit diese nicht leiden, sollte das Autofahren vor einer langen Reise trainiert werden. Wird dem Hund schnell schlecht, sollte einige Tage vor der Fahrt Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten werden. Zudem hilft es, das Tier vor Fahrtantritt nicht zu füttern. Hunde können einige Stunden problemlos auf Futter verzichten. Nicht verzichten können sie hingegen auf Flüssigkeit. Daher sollte vor allem an warmen Tagen immer ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt werden. Bieten Sie Ihrem tierischen Begleiter in jeder Pause einen Schluck an.

Pausen und Bewegung

In der Regel wird empfohlen, alle zwei Stunden Rast zu machen. Das sollte jedoch jeder Halter individuell nach den Bedürfnissen seines Hundes entscheiden. Einige Tiere brauchen früher eine Auszeit, andere schlafen so tief und fest, dass sie noch ein wenig länger aushalten. Laufen Sie während einer Rast auch immer ein Stück mit Ihrem vierbeinigen Begleiter, damit dieser seine Geschäfte verrichten kann und Bewegung hat. Denken Sie daran, Kotentsorgungstüten ins Reisegepäck zu packen. Achten Sie beim Ein- und Aussteigen grundsätzlich auf die Sicherheit Ihres Tieres und leinen Sie es unbedingt an. Für den Ernstfall sollte Ihr Hund auch während einer Pause die TASSO-Marke tragen. Achtung! Auch auf dem Rastplatz gilt: Lassen Sie Ihren Hund bei warmen Temperaturen nicht alleine im Fahrzeug zurück. Schon eine lange Schlange vor den Sanitätsanlagen, weil zum Beispiel zeitgleich eine Reisegruppe ebenfalls Pause macht, reicht, um Ihren Liebling in arge Bedrängnis zu bringen. Weitere Informationen zum Thema „Hund im Backofen“ finden Sie hier: www.tasso.net/hund-im-backofen

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihre Anfahrt zum Urlaubsort. Dann haben Sie die Ruhe, regelmäßig Pausen zu machen. Fahren Sie vielleicht auch einfach mal von der Autobahn ab und gehen Sie mit Ihrem Hund ein Stück über Feldwege. Rasthöfe sind häufig nicht nur laut und gefährlich, sondern auch oft unsauber, weil überall Müll und Essensreste liegen. Wenn Sie eine lange Tour vor sich haben, unterbrechen Sie diese doch mit einer Übernachtung unterwegs. Das ist weniger anstrengend für Ihr Tier und auch Sie können eine neue Umgebung erkunden.
 
Richtig sichern für die Fahrt

Achten Sie immer darauf, dass Ihr Tier während der Fahrt ausreichend gesichert ist. Es ist gesetzlich vorschrieben, den Vierbeiner – im Gesetz als Ladung bezeichnet – im Auto so zu transportieren, dass von ihm keine Gefahr für die Mitfahrer ausgeht. Damit auch Ihr tierischer Liebling sicher fährt, gibt es verschiedene Transportmöglichkeiten. Die sicherste, wenn auch sperrigste, ist eine fest installierte Hundebox, die quer zur Fahrtrichtung hinter den Rücksitzen platziert wird. Weitere Informationen zum Transport im Auto finden Sie hier.

 

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TASSO-Tipp: Was braucht eine demente Katze?

 

Die Präzision von Rufus Sprüngen lässt nach. Immer häufiger verfehlt der grau-getigerte Kater sein Ziel. Immer öfter steht er orientierungslos im Raum und vor allem nachts schreit er häufig hilf- und ziellos. Rufus hat Demenz. Diese kognitive Dysfunktion tritt auch immer häufiger bei unseren Haustieren auf. Durch gutes Futter, entsprechende Pflege und gute medizinische Versorgung werden unsere Stubentiger heutzutage manchmal recht alt. Dementsprechend treten auch typische Krankheiten des Alters bei ihnen auf.

Wie lässt sich das Leben der dementen Katze erleichtern?

„Wichtig ist auf jeden Fall, dass zunächst eine sichere Diagnose gestellt wird“, sagt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Der Tierarzt kann den Gesamtzustand der Katze beurteilen und andere Krankheiten ausschließen. „Meist beginnt eine Demenz schleichend. Katzenhalter sollten ihre Tiere aufmerksam beobachten und kleine Veränderungen im Verhalten ernst nehmen.“

Diese Symptome könnten auf eine Demenz hinweisen

  • Nächtliches grundloses Schreien, manchmal auch tagsüber
  • Plötzliche Unsauberkeit
  • Falsche Wahrnehmung des Raumes, häufiges Verfehlen von Zielen beim Springen
  • Verwirrtheit bzw. desorientiertes Verhalten, häufig direkt nach dem Aufwachen
  • Verändertes Verhalten, plötzliche Probleme mit im Haushalt lebenden Artgenossen oder neue Ängste

Eine Demenz ist bei Katzen ebenso wie beim Menschen nicht heilbar, lässt sich jedoch mit Medikamenten in einem gewissen Rahmen behandeln. Die Behandlung sollte genauestens mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

Doch wie können Sie Ihrer Katze darüber hinaus das Leben im Alltag erleichtern? Gewohnheit ist hier der Schlüssel zum Katzenglück. Am besten bleibt stets alles wie es ist. Ein umgestelltes Sofa kann bei einem dementen Tier schnell zu Stress führen. Zusätzlich sollten noch einige zusätzliche Katzenklos bereitgestellt werden, denn die Tiere vergessen häufig, wo ihr stilles Örtchen steht. Auch ein leichter Zugang zur Toilette wird der Katze helfen. Stellen Sie ruhig weitere Futter- und Wassernäpfe in der Wohnung auf, so wird das Tier immer wieder daran erinnert, zu essen und zu trinken.

Trainieren und Spielen macht auch mit Demenz Spaß

Eine demente Katze kann trotz ihrer Krankheit noch gefordert werden. Haben Sie früher Clickertrainig mit Ihrem Tier gemacht? Dann setzen Sie dies mit leichten Übungen fort. Auch demente Katzen spielen noch gerne mit ihren Menschen. Probieren Sie aus, was Ihrem Tier Spaß macht. Gemeinsames Spielen hält nicht nur den Kopf fit, sondern stärkt auch die Bindung zum Halter.

Feste Abläufe und beständige Strukturen helfen dementen Katzen im Alltag ungemein. War das Tier früher ein Freigänger, sollten Sie jedoch darüber nachdenken, es dennoch im Haus zu behalten, oder es nur in den gesicherten Garten zu lassen. Denn ein dementes Tier wird nicht mehr zuverlässig nach Hause finden, kann Gefahren draußen nicht mehr erkennen und ihnen ausweichen. Natürlich ist es für ein Tier, das die Freiheit gewöhnt ist, eine Umstellung. Bieten Sie ihrem Freigänger im Ruhestand daher zu Hause ausreichend Abenteuer und Abwechslung, es ist zu seinem Besten.

 

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Was tun bei einem Insektenstich?

 

Plötzliches Aufjaulen, fluchtartiges Davonlaufen. Erst nach einigen Metern kommt Pepe wieder zum Stehen. Die Rute ängstlich zwischen die Beine geklemmt, dreht sich der junge Hund aufgeregt im Kreis, versucht an seinen Rücken heranzukommen und schaut hilfesuchend zu Herrchen. Viele Hundehalter kennen diese Situation. Aber auch Katzenhaltern dürfte das schmerzhafte Aufjaulen ihres Tieres nach einem Insektenstich nicht fremd sein. Gerade im Hochsommer werden unsere tierischen Begleiter immer wieder von Wespen, Bienen und Co. gestochen. Doch was sollten wir als Halter tun? Wie können wir helfen? Wann sollte es zum Tierarzt gehen?

„Grundsätzlich ist nach einem Stich nicht sofort ein Tierarztbesuch notwendig“, sagt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. „In der Regel reicht es, das Tier zu beruhigen, zu prüfen, ob der Stachel noch in der Haut steckt und diesen gegebenenfalls vorsichtig zu entfernen. Anschließend kann die Stelle mit einer kalten Kompresse oder mit Eiswürfeln gekühlt werden“, rät die Tierärztin. In den folgenden Tagen sollten die Halter ein Auge auf die Stelle haben, denn wenn die Vierbeiner vermehrt daran lecken oder kratzen, könnte sich der Stich entzünden. Innerhalb weniger Tage ist die unangenehme Zeit dann meist ausgestanden.

Anders sieht es aus, wenn das Tier Kreislaufprobleme hat, blasse Schleimhäute, erschöpft ist oder sich erbricht. „Diese Symptome weisen darauf hin, dass eine allergische Reaktion vorliegt. In diesem Fall sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Ebenso wenn das Tier ins Maul oder in den Hals gestochen wurde. Durch die Schwellung kann dann Atemnot auftreten“, sagt Dr. Bettina Schmidt.

Vor allem Katzenhalter sind natürlich nicht immer dabei, wenn ihre Samtpfote gestochen wird. Ist das Tier plötzlich unruhig, leckt oder kratzt es sich an einer bestimmten Stelle? Zeigt es Schmerzen bei Berührungen oder sind Schwellungen aufgetreten? Dann könnte es sein, dass der Vierbeiner mit den Folgen eines fiesen Stiches zu kämpfen hat.

TASSO-Tipp: Häufig von Insekten verletzt werden vor allem junge und übermütige Hunde. Um das Risiko zu minimieren, sollten Tierhalter ihren Hunden von klein auf untersagen, nach Fliegen zu jagen. Denn der Hund unterscheidet nicht, ob er eine Fliege oder eine Wespe schnappt. Im Zweifel kann das schlimm ausgehen.

 

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Graue Schnauze und behäbiger Gang –
Was brauchen unsere tierischen Senioren?

 

Graue Haare, erste Fettpölsterchen und ein schwerfälligerer Gang. Auch unsere vierbeinigen Freunde werden älter. Im Idealfall begleiten sie uns schon ihr Leben lang und dürfen bis zum Ende bei uns sein. Manche finden aber auch erst später ein liebevolles Zuhause in einer Familie. Unabhängig davon wünschen sich alle Halter dasselbe für ihren Begleiter: Er soll in allen Lebensphasen glücklich sein und in Würde altern. Aber ebenso wie bei uns verändern sich die Bedürfnisse unserer Lieblinge im Laufe ihres Lebens.

Ab wann sind unsere tierischen Begleiter alt? Wann müssen wir verstärkt Rücksicht auf sie nehmen und was benötigen sie dann? „Die Rechnung, dass ein Hunde- und Katzenlebensjahr in etwa sieben Menschenjahren entspricht, ist nicht korrekt“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. So sind die Tiere zwar schon mit etwa einem Jahr im Teenageralter und somit schneller erwachsen. Danach läuft der Alterungsprozess jedoch langsamer. So gelten Katzen in der Regel ab zwölf Jahren als „alt“, dennoch können sie noch viele Jahre gesund weiterleben. Bei Hunden gilt, dass große Tiere oft schneller altern als kleine. Andererseits können selbstverständlich auch große Vierbeiner gesund alt werden. Pauschal lässt sich also nicht sagen, ab wann ein Tier besondere Fürsorge benötigt. Es liegt an uns Haltern, darauf zu achten, wie sie sich entwickeln. Natürlich sollte im Zweifelsfall immer der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.

Nicht nur alleine das Alter sagt etwas über die Bedürfnisse von Hunden und Katzen aus. Schließlich sind sie auch in ihrer Jugend schon oft sehr verschieden. Der eine spielt für sein Leben gerne, die andere hat schon immer am liebsten geschmust. In der Regel schlafen jedoch die meisten Tiere im Alter mehr als in jungen Jahren. Und sie freuen sich darüber, wenn ihre Lieblingsplätze leicht zugänglich sind. Weniger Beweglichkeit oder Arthrose führen dazu, dass nicht mehr all das möglich ist, was viele Jahre lang geliebte Gewohnheit war. Auch die Sinnesorgane können im Alter nachlassen. Eine Katze, die ihr eigenes Maunzen nicht mehr so laut hört wie früher, wird beispielsweise vermutlich lauter miauen. Ein Hund, der nicht mehr so gut sehen kann, wird gewohnte Spazierwege genießen. Und auch die Ernährung unserer Haustiere sollte ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Starkes Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da es die Gelenke und den Kreislauf zusätzlich unnötig belastet und das Diabetes-Risiko steigt. „Bei Katzen ist zudem gerade im Alter besonders darauf zu achten, dass sie genug Wasser zu sich nehmen, damit sie keine Nierenprobleme bekommen. Dies erreicht man am besten über ein hochwertiges Nassfutter“, rät Tierärztin Dr. Bettina Schmidt.

Grundsätzlich sollten die Halter älterer Tiere auf Veränderungen bei ihren tierischen Lieblingen achten und sich regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen. Ein Vorsorge-Check Up mit einer Blutuntersuchung kann dabei helfen, eine Alterserkrankung frühzeitig zu erkennen.

Wer rastet, der rostet

Doch Vorsicht: Nur weil ein Haustier älter geworden ist, möchte es nicht automatisch nur noch auf der faulen Haut liegen. Ebenso wie Ruheständler haben die Tiere noch jede Menge Lust, etwas zu erleben. Es muss nur eben nicht immer so wild zugehen wie in der Jugend. Auch in einem gemütlichen Tempo können Hunde beim Spaziergang noch viel entdecken. Wichtig ist, dass die Tiere in Bewegung bleiben und weiter ihren Bedürfnissen entsprechend ausgelastet und gefordert werden.

Respektieren Sie es, wenn Ihre Katze mehr Ruhe sucht und lassen Sie Ihren Hund gewähren, wenn er nicht mehr ganz so lange spazieren gehen mag. Das Wichtigste aber ist: Seien Sie an der Seite Ihres Tieres. In Gesundheit und Krankheit, unsere tierischen Lieblinge haben es verdient.

 

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Tierfreundlich reisen – Worauf sollte man achten?

 

Ferne Länder, exotische Abenteuer und eine aufregende Zeit – das wünschen sich viele Urlauber, wenn sie auf Reisen gehen. Sie möchten Ungewöhnliches entdecken und in fremde Kulturen eintauchen. Leider begegnen Touristen auf ihren Reisen aber auch zahlreiche Angebote, die für Tiere großes Leid bedeuten. Doch worauf müssen wir bei unseren Urlauben achten? Was sollten wir meiden, wenn wir möglichst tierfreundlich reisen möchten? Petra Zipp, bei TASSO zuständig für den Auslandstierschutz, gibt in unserem Interview einige Tipps und Anregungen.

TASSO: Petra, tierschutzkonform reisen, was bedeutet das?

Petra Zipp: Das bedeutet für mich, dass man auf seiner Reise auf vermeintliche Attraktionen mit Tieren verzichtet, für die Tiere gequält werden und leiden müssen. Und sich bewusst dafür entscheidet, dass am Urlaubsort keine Tiere zur eigenen Erheiterung leiden sollten.

Ist das wirklich ein so großes Problem?

Ja, leider ist es immer noch gerade in ferneren Ländern üblich, Touristen mit tierischen Attraktionen zu locken. Vielerorts wird beispielsweise angeboten, dass Reisende auf Elefanten reiten oder wilde Tiere streicheln können. Ebenfalls üblich sind Shows mit Delfinen, Orcas, Affen, Elefanten und Großkatzen. Zum Teil werden die Tiere dafür einfach aus der Wildnis gefangen, unter tierschutzwidrigen Bedingung gehalten, mit gewaltsamen Methoden gefügig gemacht und dressiert. Zum Beispiel werden Elefanten „gezähmt“, indem sie gefesselt und so lange mit Stöcken geschlagen werden, bis ihr Widerstand gebrochen ist und sie sich ihrem Schicksal willenlos ergeben. Auch Stierkämpfe sind leider in einigen Ländern immer noch im Veranstaltungsprogramm zu finden. Und auch Kutschfahrten werden häufig gedankenlos auf Kosten der Pferde gebucht.

Hast Du einen Tipp, was jeder Einzelne tun kann?

Zunächst natürlich auf die entsprechenden Angebote verzichten. Erst, wenn die Anbieter merken, dass kein Interesse an ihren grausamen „Attraktionen“ besteht, wird sich etwas ändern. Darüber hinaus sollten sich Reisende schon bei der Buchung ihres Urlaubs informieren und am besten nur Reiseveranstalter auswählen, die solche Angebote nicht im Programm haben. Natürlich ist es wichtig, den Reiseveranstaltern das auch mitzuteilen. Wenn sie erfahren, dass gerade dieser Verzicht sie für Urlauber attraktiv macht, werden sie solche Angebote auch in Zukunft bewusst meiden. Am Urlaubsort sollten Touristen dann auch auf die Speisen achten, die ihnen angeboten werden. Das Fleisch der Tiere kommt häufig nicht aus tierschutzkonformer Haltung und nicht immer isst man wirklich das, was man erwartet. Beispielsweise ist gerade kürzlich erst bekannt geworden, dass ahnungslosen Touristen auf der Insel Bali teilweise Hundefleischspieße serviert werden, deklariert als Hühnchen. Am tierfreundlichsten wäre es natürlich, ganz auf Fleisch zu verzichten.
 
Macht ein Urlaub denn überhaupt noch Spaß und bietet Erholung, wenn auf so vieles verzichtet werden muss?

Natürlich! Gerade in fernen Ländern bietet die für uns fremde Kultur doch jede Menge zu entdecken und zu staunen. Eine atemberaubende Landschaft zu genießen geht auch, wenn man nicht auf dem Rücken eines Tieres hindurchreitet, das dafür brutal „gezähmt“ worden ist. Natur und Menschen haben so viel zu bieten, da muss man wirklich auf nichts verzichten. Und natürlich macht alles gleich noch mal so viel Spaß, wenn man weiß, dass kein Tier dafür leiden muss. Außerdem gibt es ja auch häufig die Gelegenheit, friedliche Begegnungen mit frei lebenden Tieren zu haben oder diese aus angemessener Distanz ohne  Störungen zu beobachten. Und wer unbedingt Kontakt zu Tieren haben möchte, kann sich auch bei seriösen Tierrettungs- oder Hilfsaktionen vor Ort engagieren. Sinnvoll ist es natürlich, sich bereits zu Hause gründlich über Einrichtungen vor Ort zu informieren, die man dann auch bei einem tierischen Notfall kontaktieren kann.

Vielen Dank für Deine Zeit, Petra. Wir hoffen, dass viele Menschen in diesem Sommer möglichst tierfreundlich verreisen.

 

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TASSO-Serie „Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“
Teil 2: Der Sommer – Urlaub, Hitze und Badevergnügen

 

Die für die meisten Menschen schönste Zeit des Jahres hat begonnen. Und auch viele unserer Vierbeiner genießen den Sommer. Da jedoch der Grat zwischen Wohlfühltemperatur und Hitze bekanntermaßen recht schmal ist, gilt es für Hundehalter in der heißen Jahreszeit einiges zu beachten. Im Rahmen unserer Serie „Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“ haben wir Tipps und Hinweise für die warmen Tage vorbereitet.

Sommerzeit ist Reisezeit. Ob Ihr Tier Sie in Ihrem Urlaub begleitet oder während der Dauer Ihrer Abwesenheit gut untergebracht wird – In jedem Fall, sollten Sie vor Urlaubsantritt sicher sein, dass Ihr Tier bei TASSO registriert ist und Ihre aktuellen Kontaktdaten hinterlegt sind, damit wir Sie im Notfall gut erreichen können. Was darüber hinaus bei der Reise mit Hund weiterhin nicht fehlen darf, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Eines der Hauptthemen für Hundehalter im Sommer ist die Hitze. Da Hunde nicht so schwitzen können wie wir Menschen, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass sie nicht überhitzen. Das beginnt damit, dass die Tiere natürlich keinesfalls im Auto zurückbleiben dürfen, geht über Schattenplätze im Garten und führt bis zur Vorsicht beim Gassigehen auf heißem Sand und Asphalt. Die Hundepfoten sind empfindlicher als viele Menschen denken. Testen Sie mit Ihrer Handfläche, wie heiß der Boden ist. Müssen Sie Ihre Hand nach wenigen Sekunden vom heißen Boden zurückziehen, ist der Untergrund in jedem Fall zu heiß für die empfindlichen Ballen Ihrer Fellnase. Auch beim Fahrradfahren mit Hund ist große Vorsicht geboten. Machen Sie sich stets bewusst, dass Ihr Hund jeden Meter, den Sie entspannt radeln, aus eigener Kraft laufen muss. Verlegen Sie an besonders heißen Tagen die ausgiebigen Spaziergänge mit Ihrem Hund auf die kühleren Morgen- und Abendstunden.

Auch beim Baden gehen müssen Sie achtsam sein. Für viele Vierbeiner ist es das größte Vergnügen, sich in die kalten Fluten zu stürzen. Sie denken dabei nicht darüber nach, ob alles sicher ist. Das ist Ihr Job. Achten Sie darauf, dass Ihr Tier sich am Ufer nicht verletzen kann und nicht zu weit hinaus schwimmt. Bedenken Sie Strömungen, die im Meer, aber auch an Flüssen und sogar in manchen Seen herrschen, und lassen Sie Ihr Tier beim Baden nicht aus den Augen.

Trotz all dieser Hinweise: Der Sommer ist natürlich eine tolle Zeit, die Sie in vollen Zügen mit Ihrem tierischen Liebling genießen sollten. Ausgiebige Spaziergänge an lauen Sommerabenden, gemeinsam im Garten entspannen  und aufregende gemeinsame Ausflüge und Urlaube. Wir wünschen Ihnen und Ihrem tierischen Begleiter einen super Sommer und sind im Notfall jederzeit für Sie da.  

 

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Benny im Backofen – Wenn „nur mal kurz“ schon zu lang ist

 

Das Auto rollt auf den Parkplatz, Herrchen kurbelt die Fenster ein wenig herunter, steigt aus, schließt die Türen und geht in Richtung Supermarkt. Der kleine Mischlingshund Benny blickt ihm kurz hinterher und legt sich geduldig hin. Es ist angenehm warm an diesem Tag. Noch nicht zu heiß. Im Inneren des Autos ist es sogar noch etwas kühl, weil bis eben die Klimaautomatik dafür zuständig war, die Temperatur konstant zu halten.

Die Türen des Supermarktes öffnen sich automatisch, Herrchen tritt ein und eilt zielstrebig zum Regal mit dem Produkt, das er beim Wocheneinkauf vergessen hatte.

Unterdessen wird es im Auto bereits wärmer. Keine Klimaanlage kühlt mehr. Benny dreht sich in seiner Box um und legt sich bequem hin. Herrchen ist ja gleich wieder da.

Im Supermarkt ist das Fach mit dem gewünschten Produkt leer. Ein Verkäufer holt die Ware aus dem Lager. Herrchen wartet.

Die Schokolade im Handschuhfach wird langsam weich. Auch Benny wird jetzt warm. Er beginnt ein wenig zu hecheln und setzt sich auf.

Der Supermarktmitarbeiter ist zurück. Herrchen eilt zur Kasse. Auf dem Weg dorthin spricht ihn ein wichtiger Kunde seines Unternehmens an. Ein kurzes Gespräch muss sein.

Benny fühlt sich unterdessen richtig erhitzt. Er hechelt stärker und beginnt nach Herrchen Ausschau zu halten. Von der frischen Luft, die durch das heruntergelassene Fenster kommen sollte, merkt er an diesem windstillen Tag nichts. Die Pfoten glühen, die Nase wird trocken.

Herrchen steht mittlerweile an der Kassenschlange. Sie ist nicht lang, gleich wird er dran sein. Doch in diesem Moment wechseln die Kassierer. Eine junge Mitarbeiterin löst ihren Kollegen ab, sie setzt sich, stellt ihre Kasse in die dafür vorgesehene Halterung, loggt sich ein, wechselt die Rolle mit dem Kassenbon-Papier, füllt Wechselgeld auf. Zeit vergeht.

Benny wird unruhig. Er hat großen Durst, ihm ist heiß, und auch der Boden seiner Box ist mittlerweile unangenehm warm geworden. Er beginnt auf und ab zu tigern, soweit es seine Box zulässt. Mit der Pfote scharrt er an der Tür der Box, doch natürlich bleibt sie verschlossen.

Eine Kundin, die einen aufwendigen Umtausch hatte, zählt nun sorgsam die einzelnen Cents aus ihrem Portemonnaie ab, um sie passend zu überreichen. Gleich ist Herrchen an der Reihe.

Die Schokolade im Handschuhfach ist flüssig geworden. Wie ein dunkler Bach läuft sie über die Warnweste und bildet am Boden des Handschuhfachs einen kleinen Schokoladensee. Benny legt sich erschöpft auf die Seite und hechelt flach. Nur mal kurz die Augen schließen …

Entsetzt reißt Bennys Herrchen die Tür auf. Er hebt seinen erschöpften Vierbeiner aus dem backofenheißen Auto, legt ihn in den Schatten, lässt sich von umstehenden Kunden des Supermarktes Wasser reichen, tropft es seinem Hund auf die Nase, durchnässt ein Handtuch und legt es ihm um die Pfoten. Langsam kommt Benny wieder zu sich. Ihm ist jetzt nicht mehr so heiß. Da ist Herrchen. Er hat es doch gewusst: Auf Herrchen ist Verlass. Der kommt zurück …

Damit kein Hund in diesem Frühjahr oder Sommer ähnliche Erfahrungen machen muss wie Benny, dessen Halter „nur mal kurz“ etwas im Supermarkt besorgen wollte, hat TASSO auch in diesem Jahr erneut die Aktion „Hund im Backofen“ ausgerufen. Helfen Sie uns, und klären Sie Hundehalter über die großen Gefahren auf. Alle Infos über „Hund im Backofen“, Tipps vom Tierarzt und Informationen zur rechtlichen Situation finden Sie hier: www.tasso.net/Hund-im-Backofen

Hier finden Sie zahlreiche Informationsmaterialien rund um unsere Aktion „Hund im Backofen“.

 

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Ein Tierschutzhund zieht ein – Das ist jetzt wichtig!

 

Sie haben sich entschieden: Ein Hund aus dem Tierschutz soll Ihre Familie erweitern. Das ist eine tolle Wahl, denn jedes Haustier hat ein liebevolles Zuhause verdient. Damit die Anfangszeit möglichst reibungslos verläuft, haben wir einige Tipps zusammengestellt.

Natürlich sind Hunde aus dem Tierschutz nicht generell vorbelastet, doch die Anforderungen, die sie stellen, sind anders als wenn zum Beispiel ein Welpe einzieht. Jedes Tier ist von seiner Vorgeschichte individuell geprägt und hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Der eine ist ein gut erzogener Hund, der aus familiären Gründen abgegeben wurde. Der andere ein übermütiger Artgenosse, der gerne etwas über die Stränge schlägt. Der nächste stammt aus dem Auslandstierschutz und erfährt in seinem neuen Zuhause erstmals, wie es sich anfühlt, von einer Familie geliebt zu werden. Das sind nur einige Beispiele für die Vielfalt der Tierschutzhunde, doch sie zeigen: Ein Patentrezept gibt es nicht.

Einige Dinge sollten aber in jedem Fall beachtet werden: Ob zu übermütig oder zu vorsichtig – Geben Sie Ihrem Hund Zeit. Er kennt Sie noch nicht und kann sich daher noch nicht auf Sie einstellen. Nehmen Sie eine anfängliche Zurückhaltung nicht persönlich, und versuchen Sie, sich in die Lage des Hundes zu versetzen. Seine Welt ist gerade auf den Kopf gestellt, und das nicht zum ersten Mal in seinem Leben.

Sicher auf allen Wegen

Registrieren Sie Ihr Tier sofort bei TASSO, beziehungsweise melden Sie es auf sich als neuen Halter um. „Dass ein Tier entläuft, passiert gerade in der Anfangszeit in einer neuen Familie leider sehr oft“, weiß TASSO-Mitarbeiter Tobias Kohl aus seiner Erfahrung in der TASSO-Notrufzentrale zu berichten. „Bedingt durch die völlig neue Umgebung, in die sich die Tiere erst einmal eingewöhnen müssen, ist die Gefahr groß und sollte nicht unterschätzt werden“, warnt er. Hinzu kommt, dass diese Hunde durch die fehlende Bindung zu ihren Menschen häufig besonders schwer wieder einzufangen sind, sollten sie einmal entlaufen sein.

Seien Sie nicht leichtsinnig, und sichern Sie Ihr Tier in der ersten Zeit doppelt und dreifach. Das gilt nicht nur für Angsthunde. Auch ein gelassener Hund kann Ängste haben, mit denen Sie niemals gerechnet hätten, und entläuft bei einem Schreck schneller als gedacht. Bis Ihr Tier eine Bindung zu Ihnen aufgebaut hat und sicher zurückkommt, vergeht einige Zeit und viel Training ist nötig. Bis dahin müssen Sie alles tun, um Ihren Hund nicht in Gefahr zu bringen.

Dazu gehört auch, dass der Hund zunächst an der Leine bleiben sollte. Spezielle Sicherheitsgeschirre mit zwei Bauchgurten verhindern, dass ein Tier sich aus dem Geschirr winden kann. Eine zweite Leine können Sie am Halsband befestigen. Wenn Sie eine Schleppleine nutzen, hängen Sie diese zusätzlich in einer weiteren Leine ein, die Sie sich umhängen. Seien Sie auch vorsichtig mit offenen Türen im Haus sowie beim Aussteigen aus dem Auto. Prüfen Sie, ob Ihr Garten wirklich ausbruchsicher ist, bevor Sie den Hund ohne Leine in den Garten lassen.

Rat & Hilfe

Scheuen Sie sich nicht, Experten um Rat zu fragen und mit Ihrem tierischen Liebling die Hundeschule zu besuchen. Auch wenn Sie bereits Erfahrungen mit Hunden haben, kann ein Blick von außen nie schaden, und den ein oder anderen wertvollen Tipp für ein gelungenes Zusammenleben können Sie sicher mitnehmen.

Vergessen Sie über all dies nicht, Ihren Hund bei der Steuer anzumelden sowie eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Trotz größter Sorgfalt und bester Vorbereitung: Hundertprozentige Sicherheit kann es nie geben.

Sie haben sich entschieden, einem Tierschutzhund ein Zuhause zu bieten, aber noch nicht den richtigen Vierbeiner gefunden? Dann schauen Sie sich doch in Ruhe in unserem Online-Tierheim shelta auf www.shelta.net um. Dort wartet bestimmt ein neuer tierischer Freund auf Sie.

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Tierfreundlich gestaltet macht Ostern noch mehr Freude

 


Eine aufregende Eiersuche, fröhliches Kinderlachen und strahlender Sonnenschein – Die Ostertage sind für viele Menschen eine Zeit zum Genießen. Den Frühling, die Familie, die freien Tage. Leider bringt diese unbeschwerte Zeit aber noch immer häufig viel Tierleid mit sich. Wir von TASSO möchten auch in diesem Jahr dazu motivieren, das Osterfest gezielt tierfreundlicher zu gestalten.

Verzichten Sie doch zum Beispiel auf Kaninchen- oder Lammbraten, und kochen Sie gemeinsam mit Ihrer Familie einmal ein vegetarisches Ostermenü. Warum? Weil die Kaninchen leider noch immer unter quälerischen Bedingungen 90 Tage lang in kleinen Käfigen gemästet werden, bevor sie als Festtagsbraten auf dem Tisch landen. „Zwar wurden in Deutschland endlich auch Mindeststandards für die Mastkaninchenhaltung eingeführt, doch sie reichen für eine artgerechte Unterbringung bei weitem nicht aus“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Zudem stammt ein Großteil der hierzulande angebotenen Schlachtkaninchen aus dem Ausland, wo es noch keinerlei tierschutzrechtliche Vorschriften gibt.

Trotz der niedlichen Bezeichnung haben auch die sogenannten Osterlämmer meist kein schönes Leben gehabt. Sie kommen bereits im Spätherbst zur Welt und werden über den Winter gemästet. Vielfach werden ihnen die Schwänze ohne Betäubung kupiert. In der Regel leben die Tiere nur wenige Monate bis sie geschlachtet werden. Dabei liegt die natürliche Lebenserwartung von Schafen bei etwa 20 Jahren“, erläutert Mike Ruckelshaus.

 

Freilandeier selbst färben

 

Auch der Bedarf nach Eiern ist in den Ostertagen enorm. Bitte kaufen Sie nur Eier aus Bio- oder Freilandhaltung. Zu erkennen sind diese an den Ziffern 0 bzw. 1 an der ersten Stelle des Stempels auf dem Ei. Eier, die industriell gefärbt werden, unterliegen nicht der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht. Die klassischen bunten Eier stammen daher fast immer aus Käfig- oder Bodenhaltung, die den Bedürfnissen der Legehennen keineswegs gerecht werden.
 
Nutzen Sie die Ostertage doch stattdessen, um neue Rezepte auszuprobieren und gemeinsam mit der ganzen Familie ein fleischloses Ostermenü zu kochen. Und kaufen Sie Eier von Hühnern, die im Freien picken, flattern und sandbaden dürfen, die sie selbst mit ihren Kindern zu Hause einfärben oder anmalen. Das macht nicht nur mehr Spaß, als die Eier fertig im Supermarkt zu kaufen, sondern ist auch noch ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz.

 

Experten wissen: Kaninchen sind anspruchsvolle Haustiere

 

Auf keinen Fall sollten zu Ostern lebende Tiere verschenkt werden. Leider kommt es manchmal vor, dass insbesondere Kindern mit einem Kaninchen eine Freude bereitet werden soll. Doch dabei werden die Bedürfnisse der Tiere nach Gesellschaft mit Artgenossen, Beschäftigung, ausreichend Platz und Freilauf außer Acht gelassen. „Tiere sind kein Spielzeug, sondern fühlende Lebewesen, für die man mit der Anschaffung eine meist jahrelange Verantwortung übernimmt“, sagt Mike Ruckelshaus. Spätestens, wenn das Interesse der Kinder an den Tieren nachlässt, fristen diese für den Rest ihres Lebens ein trauriges Dasein in viel zu kleinen Käfigen. Das bekräftigt auch Kaninchen-Expertin Barbara Felde von der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT).  Sie weiß: „Kaninchen sind alleine unglücklich, denn sie sind Gruppentiere, die in Einzelhaltung unglaublich leiden. Sie haben einen enormen Bewegungsdrang, wollen hoppeln, rennen und buddeln, und das nicht auf Holzstreu in einem Plastikkäfig, sondern auf natürlichem Boden. Kaninchen brauchen Wiese!“

 

Sie sehen, schon mit kleinen Taten kann man viel erreichen. Wir von TASSO wünschen Ihnen ein tolles, tierfreundliches Osterfest!

 

 

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Weltgeschichtentag – Einblick in ein tierisches Abenteuer

 

Am 20. März ist Weltgeschichtentag. Wir von TASSO e.V. möchten diesen Tag zum Anlass nehmen, Sie auf eine kleine Abenteuerreise mitzunehmen. Hinein in eine Geschichte, die uns so oder ähnlich tagtäglich begegnet und uns in unserer Arbeit und unserem Engagement für Mensch und Tier bestätigt.

 

Oscar und der freundliche Mann

Die Pfoten jagen über den weichen Waldboden, Schlamm spritzt auf, kleine Ästchen brechen, Dornen zerschrammen die Beine. Der kleine schnelle „Jäger“ bemerkt das alles nicht, sein Blick ist starr auf sein Ziel fokussiert. Der Gejagte hat einen deutlichen Vorsprung, schlägt einen Haken und verschwindet. Sein Verfolger rennt noch einige Meter weiter, bleibt stehen, kehrt um, nimmt die Fährte auf und wühlt sich gründlich schnüffelnd weiter ins Unterholz. Von seiner sicher geglaubten Beute keine Spur. Der Hase ist entkommen. Der kleine braun-weiß gescheckte Mischling Oscar gibt aber noch nicht auf. Die Nase tief am Boden, die Rute mit der weißen Spitze steil in die Höhe gereckt, fegen die kleinen Pfötchen über den Boden. Immer tiefer gerät der zweijährige Spaniel-Mix so in den Wald hinein. Seine Umgebung nimmt er dabei kaum wahr. Auch die leiser werdende Stimme, die seinen Namen ruft, dringt nicht mehr an Oscars Schlappohr.

Telefonklingeln in der TASSO-Notrufzentrale. Das Geschehen wird berichtet. Oscar ist entlaufen. Die Suche erfolglos. Die Maschinerie läuft an. Oscar wird als vermisst eingetragen, Suchhelfer informiert, Suchplakate angefordert, eine verzweifelte Hundehalterin beruhigt.

Im Wald herrscht Stille. Nur ganz leise zwitschern einige Vögel. Hin und wieder knackt ein Ast und schreckt Oscar auf. Der kleine Rüde irrt mittlerweile orientierungs- und ziellos durch das Unterholz. Die Schatten der Bäume wirken plötzlich bedrohlich. In Oscar wächst die Angst. Er war noch nie alleine im Wald, er hat noch nie gejagt und hätte auch nicht gewusst, wie es weitergegangen wäre, wenn er den Hasen erwischt hätte. Für ihn war die Verfolgung eher ein Spiel. Nach eine Weile stößt er auf einen Waldweg. Ein unbekannter Weg. Unbekannte Gerüche, unbekannter Untergrund. Das ist nicht sein üblicher Spazierweg. Die Stimme, die sich leise nähert, ist nicht die seines Frauchens. Oscar bleibt stehen, lauscht und wendet den Kopf der Stimme entgegen. Sie gehört zu einem kleinen Mann, der in Begleitung zweier großer Hunde den Weg entlang kommt. Der Mann sagt etwas, er klingt freundlich. Er nähert sich langsam, spricht sanfte Worte, streckt vorsichtig eine Hand aus und streichelt schließlich beruhigend über Oscars Kopf.

Anruf eines Finders. Ein Spaziergänger hat einen kleinen Hund gefunden. Er liest die Nummer von der TASSO-Plakette ab und sagt, dass er ihn mit nach Hause genommen hat. Die Telefonnummer des Hundehalters wird gewählt. Es klingelt.

Die Decke ist warm und weich, das Wasser war dringend notwendig auch das Futter schmeckte lecker, doch die Umgebung ist völlig fremd. Oscar liegt angespannt auf einer Decke im Wohnzimmer seines Retters. Aufmerksam beobachtet er jede Bewegung des freundlichen Mannes. Dieser spricht ins Telefon und läuft aufgeregt auf und ab. Dann legt er das Gerät weg. Wenige Minuten später klingelt es erneut. Die Stimme des Mannes wird freudig. Die anderen beiden Hunde, die ein Stück entfernt liegen, spitzen die Ohren und schauen auf. Sie scheinen sich wohlzufühlen, dieser Ort ist also nicht gefährlich. Trotzdem ist alles anders als gewohnt. Das hier ist nicht Zuhause. Oscar versteht die Welt nicht mehr. Nun kommt der freundliche Mann zu dem kleinen Hund hinüber. Er setzt sich neben ihn auf den Boden, streicht ihm langsam über den Kopf und sagt einige beruhigende Worte, die optimistisch und freudig klingen. Der kleine Abenteurer ist mittlerweile so müde und erschöpft von der Aufregung dieses Tages, dass ihm langsam die Augen zufallen und er den Kopf auf die Pfoten sinken lässt, während der freundliche Mann ihm weiter über den Kopf streichelt.

Wenig später schreckt das Geräusch einer zuknallenden Autotür Oscar aus dem Dämmerschlaf. Die Klingel läutet, die beiden anderen Hunde schlagen kurz an. Der freundliche Mann verlässt den Raum und schließt die Zwischentür. Oscar hört Stimmen im Flur. Eine bekannte Stimme ist dabei… Frauchen!!! Da ist Frauchen. Oscar springt auf, rennt zur Tür, die in diesem Moment geöffnet wird. Oscars Frauchen stürmt herein, der kleine Hund hüpft freudig hoch, ist völlig außer Rand und Band. Auch Frauchen ist überwältigt. Sie kniet sich auf den Boden, lacht und weint gleichzeitig, lässt sich von ihrem tierischen Liebling die Tränen abschlecken und redet auf Oscar ein. Nun ist es an den beiden anderen Hunden, ratlos aus der Wäsche zu gucken. Sie sehen der Szene interessiert zu, wedeln vorsichtig mit dem Schwanz und spüren: Hier ist große Freude im Spiel. Eine Familie ist wieder vereint.

Erleichterung auch in der TASSO-Notrufzentrale. Die Suche nach Oscar wird abgeschlossen. Schon klingelt das Telefon erneut: Katze Emma wurde auf einem Dachboden gefunden …

 

 

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Jetzt kommt es auf Sie an –
Unterstützen Sie unsere Bundestagspetition gegen grausame Tierversuche

 

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

um eine Petition gegen besonders leidvolle Tierversuche in den Deutschen Bundestag einzubringen, brauchen wir Ihre Stimme. Sie werden sich nun vielleicht wundern und denken: „Ich habe doch schon vor Monaten unterzeichnet.“ Das ist richtig und war sehr wichtig. Bitte lesen Sie dennoch weiter.

Darum geht es heute:
Gemeinsam versuchen wir, die Tierschutzorganisation TASSO e.V., Ärzte gegen Tierversuche e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., mit einer Petition zu erreichen, dass sich der Deutsche Bundestag mit der Frage beschäftigen muss, warum in Deutschland noch immer tagtäglich Lebewesen bei grausamsten Tierversuchen gequält werden, obwohl eine EU-Richtlinie diese Tierversuche mit dem Schweregrad „schwer“ längst untersagt hat. Unser klares Ziel ist die Umsetzung dieses EU-Verbots in deutsches Recht. Außerdem fordern wir die Beseitigung aller Tierschutz-Verstöße Deutschlands gegen die Tierversuchsrichtlinie, die ein juristisches Gutachten* offenbart.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen nun binnen einer Frist von vier Wochen, also bis zum 11. April 2017, mindestens 50.000 Menschen auf der Internetplattform des Petitionsausschusses für unser Anliegen ihre Stimme abgeben. Die früher auf anderem Wege gesammelten Unterschriften werden hier leider nicht berücksichtigt, waren aber dennoch keineswegs vergebens (mehr dazu unten).

Bitte machen Sie mit!
Helfen Sie uns und den Labortieren, damit diese schwersten und grausamsten aller Tierversuche endlich ein Ende haben, und unterzeichnen Sie hier noch heute unsere Petition.

Das ist das Problem:
Eigentlich könnten die entsetzlichen Leiden der Labortiere längst der Vergangenheit angehören. Denn die 2010 in Kraft getretene EU-Tierversuchsrichtlinie untersagt Tierversuche, die „starke Schmerzen, schwere Leiden oder schwere Ängste verursachen, die voraussichtlich lang anhalten und nicht gelindert werden können“, und beabsichtigte damit eine Schmerz-Leidens-Obergrenze einzuführen, ab der ein Tierversuch nicht mehr genehmigungsfähig ist. Deutschland umgeht diese EU-Vorgaben und lässt nach wie vor grundsätzlich selbst besonders leidvolle Experimente zu, die über die von der EU geforderte Schmerzgrenze hinausgehen.

Wie geht es weiter?
Wenn wir innerhalb von vier Wochen, also bis zum 11. April 2017, mindestens 50.000 Stimmen erhalten, wird unsere Petition öffentlich vor dem Petitionsausschuss des Bundestages diskutiert. Wir erhalten die Möglichkeit, dort persönlich Stellung zu nehmen, darzulegen, welche furchtbaren Qualen Mäuse, Ratten, Hunde, Schweine und Affen erleiden und an entscheidender Stelle ein Verbot dieser Versuche zu fordern. Mehr über den genauen Ablauf des Petitionsverfahrens erfahren Sie hier.

Was passiert mit der Stimme, die Sie bereits abgegeben haben?
Wie Sie wissen, haben wir bereits Unterschriften für ein Verbot grausamster Tierversuche gesammelt. Keine Sorge, Ihre Beteiligung daran war nicht umsonst. Unser Projekt Schwimmen bis zur Verzweiflung läuft weiter. Wir sammeln nach wie vor Unterschriften, die wir Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt übergeben werden. Wir geben nicht auf und können mit Ihrer Hilfe den Druck auf ihn erhöhen.

Durch unseren Kampf an mehreren Fronten und mit Ihrer Unterstützung hoffen wir, die Bundesregierung dazu zu bringen, ihre Haltung zu überdenken und die EU-Tierversuchsrichtlinie entsprechend umzusetzen, damit das schlimmste Tierleid in deutschen Laboren und die Verstöße gegen EU-Vorgaben endlich ein Ende haben. Daher bitten wir Sie heute: Kämpfen Sie gemeinsam mit uns gegen forcierte Schwimmtests, Töten durch Vergiftungen, Bestrahlungen mit Todesfolge und grauenvolle Elektroschock-Tests!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr TASSO-Team

*Gutachten Dr. Maisack v. 18.1.16 zur Frage, ob und ggf. welche Bestimmungen der Richtlinie 2010/63/EU durch das Dritte Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes und die Tierschutz-Versuchstierverordnung nicht oder nicht ausreichend in deutsches Recht umgesetzt worden sind.

 

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TASSO-Serie „Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“
Teil 1: Das Frühjahr – alte Haare, Ungeziefer und Jungtiere

 

Das lange Frieren hat ein Ende, die Vögel zwitschern wieder, die Sonne gewinnt an Kraft. Mit großen Schritten rollt der Frühling auf uns zu. Im Gepäck hat er hoffentlich jede Menge Sonnenschein und viele schöne Stunden, die wir mit unseren Vierbeinern in der Natur verbringen können. Neben all dem bringt der Frühling für die Hundehalter unter uns aber auch Verpflichtungen und eine erhöhte Aufmerksamkeit mit sich.

Und für den ein oder anderen vermutlich auch vermehrtes Staubsaugen, denn besonders die langhaarigen Hunde entledigen sich nun langsam ihres dicken Winterfells und steigen auf leichte Sommer-Behaarung um. Unterstützen Sie diesen Wechsel durch tägliches Bürsten. Das führt dazu, dass weniger Haare in der Wohnung umherfliegen und hilft dem Hund auch beim Fellwechsel, denn beim Bürsten werden die abgestorbenen Haare entfernt. Außerdem bedeutet diese Routine für viele Hunde einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor.

Die Gefahr im hohen Gras

So schön das Rennen über saftig grüne Wiesen für Sam, Luna und Co. ist, es birgt auch Risiken. Denn mit den wärmeren Temperaturen machen sich auch wieder Ungeziefer wie Flöhe und Zecken auf den Weg, unsere Vierbeiner und uns zu ärgern. Besonders gefährlich sind Zecken, die schon ab acht Grad Celsius aus ihrer Winterstarre erwachen. Sie übertragen gefährliche, teils lebensbedrohliche Krankheiten, wie Borreliose oder Babesiose. Ein wirksamer und frühzeitiger Schutz Ihres Hundes vor den krankheitsübertragenden Plagegeistern ist daher unerlässlich.

Dazu eignen sich zum Beispiel verschiedene Spot-On-Präparate oder Parasitenschutz-Halsbänder. Diese Anti-Zeckenmittel sind sowohl im Tierbedarfsmarkt als auch beim Tierarzt erhältlich. Das Angebot ist vielfältig. „Daher sollte jeder Tierhalter, der noch nicht weiß, welches Mittel für seinen vierbeinigen Liebling die beste Wahl ist, das unbedingt mit seinem Tierarzt besprechen, denn nicht für alle Tiere sind alle Lösungen gleich gut geeignet“, rät die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Zusätzlich zum prophylaktischen Schutz ist es wichtig, Zecken sofort zu entfernen. Denn: „Je länger eine Zecke vom Blut des Hundes saugt, desto höher ist die Gefahr, dass gefährliche Krankheitserreger übertragen werden“, weiß Dr. Anette Fach. Sie empfiehlt daher: „Suchen Sie Ihren Hund nach jedem Aufenthalt im Freien ab und entfernen Sie die Zecken zum Beispiel mit Hilfe einer Zeckenzange.“  Gleiches gilt übrigens auch für Katzen mit Freigang. Auch sie werden häufig Opfer der kleinen „Vampire“.

Kinderstube in der Natur

Nicht nur unsere Vierbeiner verdienen im Frühjahr Pflege und besonderen Schutz. Mit den wärmeren Temperaturen ab Mitte März beginnt die sogenannte Brut- und Setzzeit. In dieser Zeit werden Feld und Wald zur Kinderstube für Wildtiere und Vögel. Überall ist daher in dieser Zeit erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksicht geboten, um die Tiere nicht beim Brüten oder bei der Aufzucht ihres Nachwuchses zu stören.

Daher gelten vielerorts bestimmte Regeln für Wald-, Jagd- und Naturschutzgebiete, die häufig die jeweiligen Gemeinden individuell festlegen. In Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt besteht während der Brut- und Setzzeit eine generelle Leinenpflicht in der freien Landschaft. Die Regelungen unterscheiden sich aber je nach Bundesland und auch je nach Gemeinde stark. Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung, welche Regeln für Sie gelten. Denn eine Missachtung kann den Tieren unter Umständen schaden und zum Beispiel auch mit einem Bußgeld geahndet werden.

 

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Vorsorge für den Notfall –
Wer kümmert sich nach meinem Tod um mein Tier?

 

Was passiert, wenn mir etwas passiert? Das ist eine wichtige Frage, die sich jeder Tierhalter stellen und für sich beantworten sollte. Sie betrifft natürlich auch die Versorgung des Vierbeiners in einem plötzlichen Krankheitsfall, ist aber vor allem dann von großer Bedeutung, wenn ein Tierhalter stirbt und somit nicht mehr zu seinem tierischen Liebling zurückkehren wird. Damit nach dem eigenen Ableben keine Unsicherheiten, Streit zwischen den Hinterbliebenen oder im schlimmsten Fall langfristige Nachteile für das Tier entstehen, rät die für TASSO tätige Anwältin Ann-Kathrin Fries, frühzeitig zum Beispiel in einem Testament festzulegen, in wessen Eigentum das Tier nach dem eigenen Tod übergehen soll.

Besonders wichtig ist das dann, wenn der Erbe beziehungsweise die Erbengemeinschaft das Tier nicht aufnehmen will. „Wer zum Beispiel möchte, dass der Freund oder die Nachbarin den Hund oder die Katze erhält, sollte das vorher klären“, rät Ann-Kathrin Fries. Gerade auch bei nichtehelichen und unverpartnerten Lebensgemeinschaften ist dies dringend geboten. Dieses sogenannte Vermächtnis sollte unbedingt im Testament festgelegt werden. Dabei ist es auch möglich zu bestimmen, dass zum Beispiel aus dem Erbe ein monatlich festgelegter Geldbetrag bis zum Tode des Tieres oder eine einmalige Zahlung eines bestimmten Betrages für die Versorgung an den neuen Halter gezahlt wird.

„Wichtig ist, dass ein Testament rechtswirksam verfasst ist. So stehen nach dem BGB zwei Formen der Errichtung zur Verfügung: das private handschriftliche Testament und das öffentliche notarielle Testament. Das private Testament muss vollständig eigenhändig ge- und unterschrieben sein. Auch die Datums- und Ortsangabe sollten enthalten sein. Es sollte gut lesbar sein und auch problemlos gefunden werden können“, erklärt Ann-Kathrin Fries. Hierfür ist eine (kostenpflichtige) Hinterlegung beim Zentralen Testamentsregister der Bundesnotarkammer in Berlin möglich und ratsam. Ein notarielles Testament wird kostenpflichtig von einem Notar verfasst und hat unter anderem den Vorteil, dass spätere Anfechtungen von Erben erschwert werden.

Wurden keine Regelungen getroffen, zählt das Tier automatisch zur sogenannten Erbmasse und gehört damit den Erben beziehungsweise der Erbengemeinschaft. Diese können oder wollen sich allerdings nicht immer um ein Tier kümmern. Im schlimmsten Fall wird der Vierbeiner dann ins Tierheim gebracht und muss auf ein neues Zuhause hoffen. Manchmal gibt es jedoch auch nach der gesetzlichen Erbfolge keine Erben (dann erbt der Staat), oder ein Erbe wird ausgeschlagen, also abgelehnt.

Wer also auch über sein eigenes Leben hinaus das Beste für sein Tier will, sollte für den Ernstfall vorsorgen.

 

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Am Martinstag das Tierwohl nicht vergessen

 

Stimmungsvoll leuchten die Laternen, der Gesang des berühmten Martinsliedes erklingt, und die traditionellen Feuer werden entzündet. Später wird zu Hause der alljährliche Gänsebraten auf den Tisch kommen. Jedes Jahr feiern die Menschen rund um den 11. November das Fest zu Ehren des heiligen Martin von Tours, der der Legende nach seinen Mantel mit einem Bettler teilte, um ihn vor dem Erfrieren zu retten. Leider bedeuten diese Feiern für viele Tiere großes Leid. Denn bei den Feuern sterben häufig Wildtiere, die in den meist schon Tage vorher aufgetürmten Reisighaufen Unterschlupf gefunden haben. Und auch die jährlich in Massen gezüchteten Martinsgänse wurden nicht selten unter tierschutzwidrigen Bedingungen großgezogen.

„Die Gänse werden oftmals in großen Gruppen auf engstem Raum in sogenannten intensiven Stallhaltungen, teilweise auch in Käfigen, gehalten. Die Schlachtreife wird durch künstliches Licht und Kraftfutter gefördert. Häufig stammt das angebotene Gänsefleisch aus der in Deutschland verbotenen Stopfleberproduktion“, kritisiert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO.

Dass solch eine tierquälerische Haltung immer noch möglich ist, liegt an der fehlenden Gesetzesgrundlage. „Mindestanforderungen zur Haltung von Gänsen existieren weder in der deutschen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, noch auf EU-Ebene. Zwar wurde 1999 eine Europaratsempfehlung für Hausgänse angenommen, diese ist jedoch nicht rechtsverbindlich“, sagt der Tierschutzexperte. Leider wird es auch auf absehbare Zeit keine Haltungsvorschriften für Gänse in Deutschland geben. Dies hat die Bunderegierung kürzlich in einer Antwort auf eine Bundestagsanfrage (Drs. 18/9976) von BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN mitgeteilt, in der sie erklärte, dass sie die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung derzeit nicht um weitere Tiere erweitern wolle.

Wenn Sie diesem Tierleid bewusst entgegenwirken möchten, finden Sie im Internet viele leckere vegetarische und vegane Alternativen. Wer dennoch nicht auf den Gänsebraten verzichten will, sollte Gänse aus ökologischer und regionaler Erzeugung kaufen. Gesetzlich geschützte Kennzeichnungen wie beispielsweise „Freilandhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“ oder „ökologische Tierhaltung“ stehen für eine artgerechte Haltung mit Auslauf.

Sorgsamkeit bei den traditionellen Feuern rettet Tierleben

Der Brauch des Martinsfeuers soll Licht ins Dunkle bringen und steht meist am Ende der Laternenumzüge. Besonders für Kinder ist das ein ganz besonderes Erlebnis. Damit allerdings keine Tiere durch das Feuer sterben, ist es wichtig das Brennmaterial erst kurz vor dem Anzünden aufzuschichten. Um ganz sicher zu gehen, dass sich nicht doch ein Lebewesen versteckt hat, sollten Sie das Holz vor dem endgültigen Anfeuern auch noch einmal umschichten, so werden die Tiere aufgescheucht und können sich in Sicherheit bringen. Vor allem für Igel ist das lebenswichtig, denn sie rollen sich bei Gefahr zum eigenen Schutz zusammen und bleiben unbewegt liegen, statt wegzulaufen.

Schon mit diesen kleinen Taten können Sie viel Tierleid verhindern und somit an Sankt Martins gute Taten anknüpfen.

 

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TASSO kritisiert Legendenmissbrauch durch Jäger am Hubertustag

 

Als ihm der Legende nach eines Tages während einer Jagd ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz im Geweih erschien, beschloss Hubertus von Lüttich, auch bekannt als der heilige Hubertus, der Jagd abzuschwören. Statt Tiere zu jagen, achtete er sie fortan als Geschöpfe Gottes. Ausgerechnet am Hubertustag, der jährlich am 3. November begangen wird, finden allerdings im ganzen Land sogenannte Hubertusjagden statt, bei denen unzählige Wildtiere getötet werden. Denn Hubertus von Lüttich gilt als Schutzpatron der Jäger. Obwohl er der Jagd abgeschworen hat, werden also alljährlich in seinem Namen Gesellschaftsjagden veranstaltet. Bei den am gleichen Tag stattfindenden Hubertusmessen werden Jäger von der Kirche gesegnet.

„Die Ernennung des heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Jäger und das Töten von Tieren in seinem Namen ist eine perfide Verdrehung der Hubertuslegende. Dieser Legendenmissbrauch durch Jäger muss endlich ein Ende haben. Hubertusjagden und Hubertusmessen gehören abgeschafft“, kritisiert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Für TASSO ist der Hubertustag daher vielmehr ein Anlass, erneut tiefgreifende Reformen im Jagdrecht einzufordern. „Die Jagdgesetzgebung muss den Belangen des Tier- und Naturschutzes angepasst werden und dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz Rechnung tragen. Tierschutzwidrige Jagdpraktiken, wie beispielsweise die Fallenjagd, die Baujagd, die Beizjagd, die Jagdhundeausbildung an lebenden Füchsen und Enten sowie der Abschuss von Hunden und Katzen müssen umgehend verboten werden“, betont Mike Ruckelshaus abschließend.

 

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Vierbeiner an Bord – Hunde im Auto richtig sichern

 

Egal ob eine lange Urlaubsreise ansteht oder nur eine kurze Fahrt zur Hundewiese. Sobald der Hund im Auto mitfährt, muss er richtig gesichert werden. Schließlich will kein Hundehalter, dass seinem tierischen Liebling etwas passiert, falls er stark bremsen muss, oder es sogar einen Unfall gibt. Dass die Tiere gesichert werden müssen, steht auch im Gesetz. Dort gelten Hunde allerdings als „Ladung“, und es ist vorgeschrieben, dass diese ausreichend befestigt wird. Geschieht das nicht, wird ein Bußgeld fällig. Aber was ist schon ein Bußgeld im Vergleich zu dem, was auf uns zukommt, wenn wir, unsere Mitfahrer oder unser tierischer Liebling verletzt werden?

Auf keinen Fall darf der Hund daher im Auto frei umherlaufen. Sogar wenn er still ist, ruhig liegt und den Fahrer in der Regel nicht ablenkt: Schon bei einer Bremsung aus etwa 30 Stundenkilometern wird das nicht gesicherte Tier zum gefährlichen Geschoss, kann sich schwer verletzen und wird letztlich auch für die Menschen im Auto zur Lebensgefahr.

Doch welche ist die richtige Sicherung für die Fahrt im Auto? Wer sich auf der Suche nach der Antwort durchs Internet klickt, wird schnell enttäuscht. Die perfekte Lösung gibt es offenbar nicht. Alle Systeme haben Vor- und Nachteile. Es liegt im Ermessen des Halters, welchen Kompromiss er einzugehen bereit ist.

Ein kleiner Überblick über die gängigsten und sichersten Systeme

Das sicherste für Mensch und Tier ist die Transportbox: Eine auf die Größe des Tieres angepasste, sicher im Fußraum oder Kofferraum platzierte und gut befestigte Box ist optimal. Durch die großen Außenflächen entwickeln sich keine punktuell hohen Kräfte, die dazu führen, dass zum Beispiel die Rücklehnen durchbrochen werden und der Hund durch das Auto geschleudert wird. Die Box sollte so viel Platz bieten, dass der Hund aufrecht sitzen, sich umdrehen und hinlegen kann. Der ADAC empfiehlt zudem nach einem umfangreichen Test, die Box im Kofferraum parallel zur Fahrrichtung direkt an der Lehne der Rücksitze zu platzieren, oder – bei einem kleinen Hund – sie in den Fußraum vor die Rücksitze zu stellen.

Allerdings hat diese Lösung auch Nachteile. Das Auto muss groß sein, die Box nimmt viel Platz weg, vor allem dann, wenn der Hund mal nicht mitfährt. Außerdem sind Boxen teuer, unhandlich und nur dann sicher, wenn sie richtig platziert werden. Dennoch: Das Verletzungsrisiko für Tier und Mensch ist mit einer Box am geringsten.

Stabile Anschnallsysteme können guten Schutz bieten

Ebenfalls häufig genutzt werden Anschnallsysteme. Diese empfiehlt der ADAC jedoch nur bedingt. Der Autoclub kritisiert, dass die Geschirre reißen können und dass die Tiere zu viel Bewegungsfreiraum haben und so zur Gefahr werden. Von den beiden getesteten Systemen ist nur das besonders stabile Exemplar geeignet, den Menschen vor Verletzungen durch den Hund zu schützen, bei dem anderen brachen Karabinerhaken. Die Auto-Experten raten daher, massive Systeme zu nutzen, die fest im Gurtschloss beziehungsweise mit den Isofix-Haken auf der Rückbank verbunden werden. Weiterhin sollte die Länge der Gurte knapp bemessen sein, damit das Tier bei einer Bremsung nicht durch das Auto katapultiert wird. Auch wenn die Menschen im Auto so einigermaßen sicher sind, besteht für das Tier nach wie vor eine Verletzungsgefahr, weil es je nach Länge des Gurtes gegen die Sitze geschleudert werden kann.

Für kleinere Vierbeiner sind auch spezielle Hunde-Autositze geeignet. Zwar ist die Befestigung im Fahrzeug nicht so ganz einfach, und das Tier muss an das Geschirr gewöhnt werden, dann aber ist der Hund auf der Autofahrt gut geschützt.

Der Markt bietet nahezu für alle Bedingungen eine Lösung. Nicht alle Möglichkeiten schützen allerdings Hund und Insassen. TASSO rät daher: Lassen Sie sich im Fachhandel ausgiebig beraten, und entscheiden Sie sich im Interesse Ihres Tieres und Ihrer Mitfahrer für eine sichere Lösung.

Mehr zum Thema finden Sie auch auf der Homepage des ADAC.

Wir wünschen allzeit eine gute Fahrt mit Ihrem Vierbeiner!

 

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Welttierschutztag: TASSO fordert Wildtierverbot im Zirkus

 

Sie gehören in die Weite der Savanne oder in tropische Regenwälder und nicht in Käfige auf deutsche Festplätze: Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober fordert TASSO e.V. weiter nachdrücklich ein Verbot der Haltung bestimmter wild lebender Tierarten im Zirkus. Gleichzeitig appelliert die Tierschutzorganisation an Kommunen, bei der Platzvermietung an Zirkusse den Tierschutz zu berücksichtigen.

 

Und auch Sie können helfen!

 

Oft werden wildlebende Tierarten im Zirkus gehalten, deren Ansprüche an eine verhaltensgerechte Unterbringung so hoch sind, dass sie in einem reisenden Zirkusunternehmen nicht angemessen berücksichtigt werden können. Sie werden entweder zu Dressur- oder auch nur zu reinen Schauzwecken gehalten. Besonders problematisch ist das vor allem für Elefanten, Affen, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde. „Der Stress durch die ständigen Transporte, die engen Transportwagen, schlecht ausgestattete Gehege, die Einzelhaltung sozialer Tiere, ungeeignetes Futter sowie die Dressur zu artwidrigem Verhalten wie das Springen durch brennende Reifen sind nur einige der vielen tierschutzrelevanten Probleme“, zählt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO, auf und stellt klar: „Ein artgerechtes Leben ist für diese Tiere im Zirkus nicht möglich!“

 

Bleiben Sie Zirkussen mit Wildtieren fern, und fordern Sie Lokalpolitiker zum Handeln auf


Auch Sie können aktiv werden und Ihre Stimme gegen Wildtiere im Zirkus erheben. Sprechen Sie die Politiker in Ihrem Wohnort an, und fordern Sie, dass diese tätig werden und keine öffentlichen Plätze mehr an Zirkusse mit Wildtieren vermieten. Meiden Sie Zirkusse, die Wildtiere mit sich führen. Dass wilde Tiere zu unserer Belustigung unter nicht artgerechten Umständen gehalten werden und unnatürliche Kunststücke vollführen müssen, muss ein Ende haben. Das sollten wir auch schon unseren Kindern erklären. Schließlich kann kein Tierfreund wollen, dass Tiere zu unserer Unterhaltung leiden müssen. Dass Zirkusunternehmen auch ohne Wildtiere erfolgreich sein können, beweisen z.B. die Zirkusse Roncalli oder FlicFlac.

 

Zum Hintergrund 


Der Bundesrat hat in diesem Frühjahr bereits zum dritten Mal einem Entschließungsantrag zum Verbot der Haltung bestimmter wild lebender Tierarten zugestimmt. Die Bunderegierung hat dazu jedoch bis heute nicht Stellung genommen und keine Rechtsverordnung erlassen. „Das muss sich dringend ändern“, fordert Mike Ruckelshaus und verweist auf eine Stellungnahme der Bundesregierung aus dem Jahr 2012. Schon damals hatte die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes (Drucksache 17/10572) Folgendes festgestellt:

  • eine tierschutzgerechte Haltung bestimmter Tierarten ist unter den Bedingungen eines Zirkusbetriebes mit ständigem Ortswechsel nicht realisierbar
  • ein Haltungsverbot könnte für bestimmte Tierarten erforderlich sein
  • ein Haltungsverbot für bestimmte Tierarten stellt keinen Eingriff in die Berufswahlfreiheit dar

Konsequenzen wurden daraus jedoch bislang nicht gezogen. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern, die bereits ein vollständiges oder teilweises Wildtierverbot für Zirkusse realisiert haben. Dazu gehören beispielsweise die Niederlande, Belgien, Österreich, Großbritannien und erst seit wenigen Wochen auch Norwegen, wo die Regelung ab Januar 2017 greifen wird.

Zum Glück handeln in Deutschland aber bereits viele Kommunen im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch ohne gesetzliches Verbot. Etwa 60 Städte und Gemeinden vermieten beispielsweise keine öffentlichen Plätze mehr an Zirkus-Unternehmen, die bestimmte Wildtierarten mit sich führen. Zuletzt hat sich beispielsweise der Stadtrat der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover für ein kommunales Wildtierverbot ausgesprochen. Die Rechtmäßigkeit eines solchen Verbotes wurde durch ein Urteil des Müncheners Verwaltungsgerichts bestätigt, das seit April 2016 rechtskräftig ist.

TASSO appelliert daher an alle Kommunalpolitiker, ebenfalls diese tierschutzpolitische Möglichkeit einer Widmungsbeschränkung für öffentliche Plätze bei der Vergabe an Zirkusse mit Wildtieren zu nutzen, und empfiehlt in diesem Zusammenhang eine Mustersatzung der Tierschutzbeauftragten des Landes Baden-Württemberg.

 

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Zwischen klebrigen Fingern und schmutzigen Pfoten – 
Kinder, Haustiere und die Hygienefrage

 


Haustiere sind ein großer Gewinn für Kinder. Sie fördern das Verständnis und den Respekt für andere Lebewesen, unterstützen Kinder dabei, Verantwortung zu lernen und stärken das Selbstbewusstsein. Außerdem sind sie treue Freunde in allen Lebenslagen. Ein gut organisierter Haushalt mit verantwortungsbewussten Eltern, ihren Kindern und Haustieren kann für alle ein großer Gewinn sein.

Einige Regeln sollten beachtet werden

In der Schnauze, im Fell oder auch im Darm tragen Hunde häufig Krankheitserreger, die zwar sie selbst nicht krank machen, dem Menschen aber schaden können. Was bei einem Tier ganz normal ist, kann für seinen Halter also zur Gefahr werden. „Es gibt etwa 200 Infektionskrankheiten, sogenannte Zoonosen, mit denen Tiere Menschen und Menschen Tiere anstecken können“, erläutert die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Die Keime, die Hunde mitbringen, können unter anderem zu Durchfall, Übelkeit, Fieber oder sogar zu Lungenentzündungen führen. Weiterhin bringen Hunde oder Freigängerkatzen auch manchmal Parasiten mit in die Wohnung, die so zu den Menschen gelangen können. „Aber auch Wohnungskatzen können zum Beispiel von Flöhen befallen sein“, weiß Dr. Anette Fach.

Kein Grund zur Panik

Die Hygiene sollte daher auf keinen Fall vernachlässigt werden – vor allem dann nicht, wenn Säuglinge oder Kleinkinder mit den Tieren in einem Haushalt leben. Denn das kindliche Immunsystem befindet sich noch in der Entwicklung. Sie sind daher anfälliger für Infektionskrankheiten.

Dennoch besteht kein Grund zur Panik. Es ist überhaupt nicht nötig – sondern sogar kontraproduktiv – die ganze Wohnung regelmäßig zu desinfizieren. Ein gewisses Maß an Keimen ist ganz normal und nicht gefährlich. Dennoch sollte natürlich regelmäßig geputzt und gesaugt werden. Dazu gehört es auch, die Schlafplätze der Tiere sauber zu halten und die Decken, auf denen die Tiere liegen, regelmäßig zu waschen. Eine tägliche Reinigung der Katzentoilette sowie der Futter- und Wassernäpfe sollte ebenfalls selbstverständlich sein.

Wichtig im Zusammenleben mit Kleinkindern und Tieren ist regelmäßiges Händewaschen. Nach dem ausgiebigen Kuscheln sollte immer der Weg zum Waschbecken anstehen. Auch vorher schon, falls die Kinder zuvor gegessen oder gemalt haben und noch Rückstände an den Fingern kleben: So bleibt das Fell des Vierbeiners ebenfalls sauber.

Wenn das Tier dem Kind über das Gesicht geleckt hat, sollten Sie Ihrem Kind anschließend das Gesicht mit Seife abwaschen. Weiterhin ist es aus hygienischer Sicht besser, wenn Tiere nicht in den Betten von Säuglingen oder Kleinkindern schlafen. Denn so können Keime und Parasiten in die Betten gelangen. Gerade bei Säuglingen besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich ein Tier auf das Baby legt und es so in Lebensgefahr bringt. Daher sollten Sie Tiere nie mit Kindern unbeaufsichtigt lassen. Auch andersrum gilt die Regel: Zum Bett des Tieres und zur Katzentoilette sollten Kleinkinder keinen Zugang haben. So vermeiden Sie nicht nur die Ansteckung mit Krankheiten, sondern bringen Ihren Kindern darüber hinaus auch bei, die Rückzugsorte eines anderen Lebewesens zu respektieren.

Impfen und Entwurmen

Mit Händewaschen und getrennten Betten alleine ist es aber noch nicht getan. Auch die gesundheitliche Vorsorge ist wichtig. „Der Impfschutz der Haustiere sollte immer aktuell sein. Auch regelmäßige Untersuchungen von Kotproben beziehungsweise Wurmkuren gemäß den Empfehlungen der Vereinigung der Venterinärparasitologen, European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (kurz: ESCCAP) sind wichtig“, betont Dr. Anette Fach. „Untersuchen Sie Ihren tierischen Liebling auch regelmäßig auf Parasiten. Katzen und Hunde tragen manchmal unfreiwillig Ungeziefer mit sich. Wenn Sie auf diese wichtigen Hygieneregeln achten, steht einem gemeinsamen, gesunden Familienleben mit Kindern und Haustieren nichts im Wege.

Weitere Informationen zu Parasiten bei Hunden und Katzen finden Sie auf der Homepage der ESCCAP.

 

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Zwischen Vorsicht und Vertrauen: Der richtige Umgang mit einem ängstlichen Hund

 

Es ist schnell passiert, der Hund erschreckt sich, reißt sich von der Leine los, verschwindet im Wald oder taucht mitten in der Stadt im dichten Verkehrsgetümmel unter. Wir bei TASSO haben täglich mit solchen Fällen zu tun. Wenn ein Hund in Panik gerät, kann das gefährlich werden. Für ihn, aber auch für Menschen. Weglaufen ist nur eine mögliche Reaktion auf Angst. Einige Tiere frieren ein, sind unfähig sich zu bewegen und reagieren nicht auf Ansprache. Und wieder andere schnappen in ihrer Verzweiflung zu – Sogenannte Angsthunde sind für ihre Besitzer eine große Herausforderung.

Doch nicht jeder unsichere Hund ist auch gleich ein Angsthund“, klärt Alexandra Grunow vom K-9 Suchhundezentrum auf. Gerade Hunde, die aus dem Tierschutz adoptiert werden, seien in der Anfangszeit häufig unsicher. Aber sie müssen nicht zu Angsthunden werden. Die Stellschrauben für das weitere Leben können in  der Anfangszeit gerichtet werden. Dabei ist es wichtig, dem Hund viel Zeit zu geben, damit er Vertrauen fassen kann. „Bedrängen Sie Ihr Tier nicht, und erwarten Sie nicht zu viel von ihm“, rät Alexandra Grunow. „Und nehmen Sie es nicht persönlich, wenn der Hund auch Ihnen gegenüber anfangs vorsichtig ist. Denken Sie nicht, dass er Sie nicht mag.“ Diese Zeit kann auch mal einige Wochen oder sogar einige Monate in Anspruch nehmen. Das hängt natürlich individuell vom Tier und seinem Halter ab.

Die Sicherheit geht immer vor

Besonders in dieser Zeit ist es wichtig, verstärkt für die Sicherheit des Tieres zu sorgen. Der Halter sollte seinem Hund das Gefühl vermitteln, dass ihm nichts passieren kann, wenn er bei ihm ist. Dazu gehört es auch, dafür zu sorgen, dass er beim Gassi gehen nicht entwischen kann. „Viele Halter glauben schon nach kurzer Zeit, dass sie ihr Tier kennen und immer wissen, wie es reagiert. Das ist aber häufig nicht so, schließlich gibt unzählige Situationen, in die Hund und Halter geraten können“, weiß Alexandra Grunow, die in ihrem Job fast täglich nach Hunden suchen muss, die vor Schreck weggelaufen sind.

Daher empfiehlt die Expertin besonders sicheres Equipment für die Anfangszeit mit einem neuen tierischen Mitbewohner. Dazu gehören ein Sicherheitsgeschirr mit zwei Bauchguten und/oder ein sogenanntes Zugstopp-Halsband. Wichtig ist, dass dieses Halsband nicht zu dick ist, denn sonst ist es möglich, dass der Hund sich befreien kann. „Er darf auf keinen Fall jemals das zweifelhafte ‚Erfolgserlebnis‘ haben, aus dem Halsband oder aus dem Geschirr zu entkommen. Das wird er sonst immer wieder versuchen, und dann bietet ihm das Halsband auch nicht mehr das Gefühl, sicher zu sein“, erklärt Alexandra Grunow die Hintergründe dieser doppelten Sicherung. Auch die Leine selbst sollte noch einmal zusätzlich eingehängt werden. Am besten in einem Karabiner an einem Jogginggurt oder in einer weiteren Umhängeleine. Auch Schleppleinen sollten unbedingt noch extra gesichert werden.

Zuhause empfiehlt Alexandra Grunow eine Sicherheitsschleuse zwischen Haustür und Wohnung, so dass der Hund auch hier nicht zufällig ausreißen kann. Denn das kann schnell ein schlimmes Ende nehmen, weiß die Expertin aus zahlreichen traurigen Einsätzen.

Wenn die Halter merken, dass ihr Tier über die anfängliche Vorsichtig hinaus besonders unsicher ist, rät Alexandra Grunow, einen Experten hinzuziehen. „Es reicht manchmal auch eine Stunde mit einem Hundetrainer. Der kann einem dann aber sagen, wie man am besten mit dem Tier trainieren kann“, erklärt sie. Denn Training muss in so einem Fall sein. Und das kann sich auch lohnen. „Wenn ein ängstlicher Hund eines Tages seinen Kopf in die eigene Hand legt und Zuneigung zeigt, ist das wirklich ein Wahnsinnsgefühl“, versichert Alexandra Grunow. Und mit genug Zeit und dem richtigen Training steht dann einer gemeinsamen glücklichen Zeit nichts im Wege.

TASSO rät: Nehmen Sie sich Zeit für Ihr unsicheres Tier, und sorgen Sie stets für seine Sicherheit. Verlangen Sie nicht zu viel von Ihrem Hund, und werden Sie nicht ungeduldig. Fragen Sie einen Experten um Rat, wenn Sie Hilfe brauchen.

 

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Mut zur Verantwortung – Senioren sind tolle Tierhalter

 

Plötzlich war da diese Leere. Dieses Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Viele Rentner berichten, dass sie nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben erst einmal in ein tiefes Loch gefallen sind.  Überflüssig zu sein, ist eine Sorge, die viele ältere Menschen umtreibt. Natürlich ist das nicht so. Rentner sind wichtig für die Gesellschaft, sie engagieren sich im Ehrenamt, kümmern sich um ihre Familien und haben häufig zahlreiche Hobbies. Und dennoch fehlt einigen etwas. Sie wünschen sich einen Begleiter an ihrer Seite und möchten für jemanden sorgen. Wer Tiere liebt und spürt, dass er noch viel zu geben hat, sollte vielleicht darüber nachdenken, ein Haustier zu adoptieren. Rentner können hervorragende Tierhalter sein. Sie haben meist mehr Zeit als Menschen, die voll im Berufsleben stehen, sind häufig noch sehr fit und haben jede Menge Liebe zu geben.

Gesundheit, Fitness und persönliche Vorlieben

Wichtig bei der Entscheidung, ob und welches Tier einziehen soll, sind allerdings nicht nur persönliche Wünsche und Vorlieben, sondern auch Ehrlichkeit, sich selbst gegenüber. Einige Fragen sollte sich jeder – grundsätzlich auch Jüngere – vor der Entscheidung für ein Tier stellen: Bin ich (noch) fit genug? Habe ich Zeit und Lust, immer an der Seite meines Tieres zu sein oder möchte ich lieber die Welt bereisen? Was passiert, wenn ich krank werde? Habe ich genug Geld? Wer unsicher ist, lässt sich am besten in einem Tierheim vor Ort beraten. Die Experten dort wissen genau, worauf es bei der Adoption eines Vierbeiners ankommt.

Ein Hund braucht zum Beispiel Auslauf und Auslastung. Bestimmte Rassen müssen besonders beschäftigt werden, einige Tiere sind anspruchsvoller als andere. Menschen, die nicht mehr so fit sind, könnten einem Welpen vielleicht nicht mehr gerecht werden. Sie können sich im Tierschutz aber sehr gut nach erwachsenen Hunden umsehen, die zu ihrer Lebenssituation passen. Zum Beispiel auf shelta, dem Online-Tierheim von TASSO unter www.shelta.net werden viele Tiere jeglichen Alters vorgestellt. Dort warten neben Welpen, Junghunden und ausgewachsenen Tieren auch vierbeinige Senioren, die sich für ihren Lebensabend noch ein liebevolles Zuhause wünschen.

Von der Adoption eines Hundes profitieren aber keineswegs nur die Tiere – im Gegenteil: Der Hund ist ein Grund, sich auch an nicht so guten Tagen aufzuraffen und rauszugehen. Spaziergehen hält nicht nur fit, sondern steigert auch das Wohlbefinden. Und Hunde fördern die Sozialkontakte, weil Hundehalter sich gerne unterwegs austauschen.

Auch Katzen sind tolle Begleiter

Wer nicht Gassi gehen möchte oder einfach nicht der größte Hundefreund ist, könnte seine Wohnung und sein Herz auch einer Katze öffnen. Wohnungskatzen müssen allerdings ebenfalls ausgelastet werden, damit das Leben in der Wohnung nicht einsam oder langweilig wird. Außerdem sollten sie im Idealfall nicht alleine gehalten werden. Und auch Freigängerkatzen machen Arbeit. Auch sie brauchen Streicheleinheiten und müssen gefüttert werden. Ebenso steht das tägliche Reinigen der Katzentoilette auf dem Programm. Auch Katzen verlangen also noch einiges von ihrem Halter. Weiterhin können sie deutlich älter werden als ein Hund.

In jedem Fall ist es wichtig,  zu klären, wer sich um das Tier kümmert, wenn man selbst einmal nicht kümmern kann. Sei es aufgrund eines Unfalles, eines Krankheit oder einfach, weil die körperliche Fitness plötzlich rapide nachlässt.

Anpacken im Tierheim

Wer sich gerne mit Tieren umgeben möchte, sich die Haltung eines eigenen Vierbeiners aber nicht mehr zutraut, kann sich auch bei einem Tierheim in seiner Nähe melden. Dort werden immer Menschen gesucht, die die Hunde ausführen, Katzen streicheln, Kleintiere versorgen oder bei einer der anderen unzähligen Aufgaben helfen. Bestimmt freut man sich dort sehr über Hilfsangebote.

Tiere sind tolle Begleiter – sowohl für junge Menschen als auch für ältere. Egal ob frischer Neu-Ruheständler oder gemächlicher Senior, das richtige Tier wartet bestimmt irgendwo auf Sie! Lassen Sie sich doch im Tierheim in Ihrer Nähe beraten.

 

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Wenn der gemeinsame Weg zu Ende ist - Die Bestattung eines Haustieres

 

Als Katharina mit ihrem Hund Paule zum Gassi gehen aufbrach, wusste sie noch nicht, dass sie ohne ihren geliebten Vierbeiner und völlig verzweifelt heimkehren würde. Denn während des Spazierganges geschah das Unfassbare: Obwohl Paule in der Regel aufs Wort hört, stürmte er an diesem Tag übermütig auf die Straße, weil er glaubte, sein Herrchen auf der anderen Seite gesehen zu haben. Ein schwerwiegender Irrtum. Paule wurde von einem Auto erfasst und schwer verletzt. „Wenig später erlöste unsere Tierärztin meinen treuen Freund“, erzählt Katharina traurig.

Zusätzlich zu der alles überschattenden Trauer, musste sich Katharina plötzlich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie Paule würdevoll bestatten soll. „Ich habe da nie drüber nachgedacht, immerhin war Paule erst drei Jahre alt“, sagt sie. „Ich war völlig ratlos, denn er war mein erstes Tier, und ich hatte gar keine Erfahrung mit so etwas.“ So wie Paules Frauchen geht es vielen Tierhaltern, denn niemand denkt gerne darüber nach, was ist, wenn der tierische Liebling nicht mehr lebt. Um der zusätzlichen Belastung im Trauerfall zuvor zu kommen, rät TASSO e.V. aber dennoch, sich frühzeitig mit dieser Frage zu beschäftigten.

Für immer im eigenen Garten
Eine besonders beliebte und schöne Möglichkeit ist der heimische Garten. „Die gesetzliche Regelung erlaubt es, Heimtiere auf einem dem Tierhalter gehörenden Gelände‘, also im eigenen Garten, zu begraben“, weiß die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. In der Durchführungsverordnung zum Tierische Nebenprodukt-Beseitigungsgesetz sind die weiteren Voraussetzungen zu finden. „Das Tier darf nicht an einer ansteckenden Krankheit oder einer Seuche gestorben sein, zudem darf das Grundstück weder in einem Wasserschutzgebiet noch in unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Wegen und Plätzen liegen“, erläutert Ann-Kathrin Fries weiter. Da der Körper des verstorbenen Tieres mit einer ausreichenden, mindestens aber 50 cm starken Erdschicht, gemessen vom Rand der Grube bedeckt sein muss, ist es beim heimischen Begräbnis wichtig, die Grube tief genug auszuheben. Einen Meter tief sollte sie schon sein.

Beim Tierarzt lassen
Wenn das Haustier beim Tierarzt gestorben ist, informiert dieser die Halter sicherlich auch gerne über die verschiedenen Möglichkeiten. Die meisten Tierärzte bieten an, sich um den Körper des verstorbenen Tieres zu kümmern. Das bedeutet allerdings in der Regel, dass das Tier zur kommunalen Tierkörperbeseitigung gebracht wird. Dort wird der Körper des Tieres dann zu Tierfett oder Tiermehl verarbeitet. Das kostet zwischen 20 und 30 Euro. Der Halter kann sein Haustier auch selbst dort hinbringen und vor Ort Abschied nehmen. Viele Menschen möchten ihre geliebten Haustiere jedoch auf eine würdevollere Art und Weise bestatten.

Eine Urne mitnehmen
Weiterhin besteht die Möglichkeit, den Vierbeiner in einem Tierkrematorium einäschern zu lassen. Die Kosten sind sehr unterschiedlich und variieren je nach Größe und Gewicht des Tieres. Sie hängen auch davon ab, ob es alleine oder zusammen mit anderen verbrannt wird. Wird es alleine kremiert, sind die Kosten deutlich höher (im Durchschnitt rund 300 Euro), aber dafür kann der Halter die Asche seines tierischen Freundes auch mit nach Hause nehmen.

Letzte Ruhestätte Tierfriedhof
Im Trend liegen zurzeit auch Tierfriedhöfe. In vielen Städten gibt es bereits diese letzte Ruhestätte speziell für Haustiere. Eine schöne wenngleich teure Lösung. Schon für die Beisetzung fallen einige hundert Euro an, hinzu kommt die Miete für das Grab. Vereinzelt gibt es sogar schon Friedhöfe, auf denen sich Menschen gemeinsam mit ihren Tieren begraben lassen können, zum Beispiel in Essen. Dort können verstorbene Hunde und Katzen bestattet werden, und wenn Herrchen oder Frauchen sterben, wird ihre Urne neben der des Tieres begraben.

Für welchen Weg Sie sich auch entscheiden, wir wünschen allen, die sich dieser schweren Situation stellen müssen, viel Kraft. Katharina hat ihren Paule schließlich auf einem kleinen Tierfriedhof im Nachbarort bestatten lassen. 

 

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Das Risiko reist mit – TASSO rät weiterhin vom Urlaub mit Hund in Dänemark ab

 

Schon die Verwicklung in einen einzigen Beißvorfall in Dänemark kann unter Umständen Hundeleben kosten: Trotz einer Überarbeitung des strengen Hundegesetzes von 2010 rät TASSO e.V. Hundehaltern daher noch immer von einem Urlaub in Dänemark ab.

Zwar ist es seit 2014 nicht mehr gestattet, dass Grundstückseigentümer unter bestimmten Voraussetzungen freilaufende Hunde auf ihrem Gelände erschießen, dennoch zeichnet sich Dänemark noch immer durch strenge Regelungen aus. Besonders betroffen sind 13 als gefährlich eingestufte Hunderassen (eine Liste finden Sie am Ende dieses Newsletters). Tiere dieser Rassen dürfen in Dänemark weder gezüchtet noch gehalten noch eingeführt werden. Bringen Touristen diese Hunde mit, müssen sie damit rechnen, dass ihre Vierbeiner im schlimmsten Fall getötet werden. So kann es auch Tieren ergehen, die einer der im Gesetz genannten Rasse lediglich ähneln. Im Zweifel müssen Tierhalter beweisen, dass ihr Hund keiner dieser Rassen angehört. Besonders schwierig wird das bei Mischlingen.

Für Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO, sind Rasselisten grundsätzlich eine haltlose Maßnahme: „Hunde pauschal aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich einzustufen, ist willkürlich und wissenschaftlich unhaltbar. Rasselisten, ganz gleich ob in Dänemark oder Deutschland, gaukeln lediglich eine Scheinsicherheit vor, leisten aber keinen effektiven Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden.“

Ein Beißvorfall kann mit der Tötung enden

Weiterhin dürfen auch Hunde, die auf dänischem Boden in einen Beißvorfall verwickelt werden, sichergestellt und getötet werden. Diese Regelung betrifft alle Hunde, nicht nur die sogenannten gefährlichen Rassen. Seit dem 1. Juli 2014 entscheiden nicht mehr Polizeibeamte, sondern sogenannte „dog experts“ (Hundesachverständige) darüber, ob das betreffende Tier getötet wird. Dennoch ist auch nach mehr als zwei Jahren noch nicht festgelegt, welche Ausbildung diese Experten haben müssen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, gegen die Tötung des Tieres zu klagen, eine rechtzeitig eingereichte Klage hätte dann eine aufschiebende Wirkung auf die Tötung.

Offiziellen Angaben des dänischen Landwirtschaftsministeriums zufolge wurden bisher über 600 Hunde auf Basis des Hundegesetzes getötet, die dänische Organisation fairdog schätzt diese Zahl jedoch weitaus höher ein.

Fernbleiben erhöht den Druck auf die Regierung

Hundehalter, die ihren Urlaub in Dänemark verbringen möchten, sollten sich zum Schutz ihrer Tiere vorab umfangreich informieren. Besonders zu beachten ist die Pflicht, Hunde an den Stränden zwischen dem 1. April und dem 30. September an der Leine zu führen. Weiterhin ist das Mitbringen der Vierbeiner in Restaurants in Dänemark nicht erlaubt.

Grundsätzlich rät TASSO allerdings von einem solchen Urlaub ab, solange die Regelungen in Dänemark nicht grundlegend verändert werden. Auch wenn die meisten Urlaube problemlos ablaufen werden: In einem unglücklichen Fall kann es schnell zu Schwierigkeiten kommen, die mit der Tötung des geliebten Haustieres enden könnten. Daher sollten Sie dieses Risiko gar nicht erst eingehen. Weiterhin zeigen Hundehalter – auch wenn sie kleine, sogar in den Augen der dänischen Gesetzgeber völlig unproblematische Hunde haben – mit ihrem Fernbleiben Solidarität mit dänischen Hundehaltern und erhöhen den Druck auf die Regierung, die strengen Regeln zu überarbeiten. Schließlich ist der Tourismus in Dänemark ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Diese Hunde und Mischlinge dieser Rassen gelten in Dänemark als gefährlich. Sie dürfen nicht gehalten, nicht gezüchtet und nicht eingeführt werden:

American Bulldogs, American Staffordshire Terrier, Boerboels, Dogo Argentinos, Fila Brasileiros, Kangals, Kaukasische Owtcharkas, Pitbull Terrier, Sarplaninacs, Südrussische Owtcharkas, Tornjaks, Tosa Inus  und Zentralasiatische Owtcharkas

Weitere Informationen zur dänischen Hundegesetzgebung finden Sie auf der Homepage des dänischen Außenministeriums.

 

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Wenn es rumpelt und blitzt – Wie Tierhalter ihren Lieblingen durchs Gewitter helfen

 

Grelle Blitze, krachender Donner: In den vergangenen Wochen hat uns das Wetter einiges zugemutet und vermutlich wird es noch eine Weile so weitergehen. Blitz und Donner sind schon fast an der Tagesordnung. Das wird besonders für unsere Haustiere zum Problem, wenn sie Angst vor Gewitter haben. Diese Angst können wir ihnen zwar nicht vollständig nehmen, aber mit einigen Maßnahmen und unserer Gelassenheit können wir unseren tierischen Lieblingen dennoch helfen.

Bleiben Sie drinnen

Hundehalter sollten bei Gewitter nicht mit ihren Vierbeinern Gassi gehen. Da die Unwetter allerdings oft sehr plötzlich aufziehen, kann es natürlich passieren, dass Sie beim Spaziergang überrascht werden. Gehen Sie dann möglichst unaufgeregt und direkt nach Hause. Fängt es an zu donnern und zu blitzen, nehmen Sie Ihren Hund an die Leine. Denn wenn es plötzlich laut knallt, ist die Gefahr groß, dass er sich erschreckt und wegläuft. Auch Ihre Katze sollten Sie wenn möglich bei Gewitter in die Wohnung holen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die Tiere mit einem Transponder gekennzeichnet und bei TASSO registriert sind. So ist die Chance am größten, dass Ihre Lieblinge wieder nach Hause gebracht werden, wenn sie vor Angst auf Abwege geraten.

Sperren Sie das Gewitter aus

Auch zu Hause können Sie etwas tun, um den Stress für ängstliche Tiere zu verringern. Schließen Sie Fenster und Türen, ziehen Sie die Vorhänge zu, beziehungsweise lassen Sie die Rollos herunter. Je mehr von dem Gewitter draußen bleibt, desto besser.

Lassen Sie Ihrem Tier Freiraum. Ängstliche Katzen werden sich ein Versteck suchen, auf Schränke klettern oder unter dem Sofa verschwinden. Lassen Sie die Samtpfote dort in Ruhe. Auch Hunde suchen möglicherweise einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen. Lassen Sie sie gewähren. Versteckt sich Ihr Hund zwar nicht, wirkt aber dennoch beunruhigt, versuchen Sie, ihn ein bisschen abzulenken. Ein Gewitter lässt sich gut mit einer ausgiebigen Spieleinheit verbringen – allerdings nur dann, wenn der Hund darauf Lust hat. Zwingen sollten Sie ihn natürlich auf keinen Fall.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Halter die Angst ihrer Tiere nicht verstärken. Beruhigendes Streicheln und tröstende Worte bestätigten für die Tiere nur den Eindruck, dass etwas nicht stimmt und ihre Sorge berechtigt ist. Dennoch sollten Sie Ihr Tier auch nicht links liegen lassen und es völlig ignorieren. Wenn Sie plötzlich Ihr Verhalten ändern, wird das Tier nur verunsichert. Versuchen Sie, das richtige Maß zwischen Unterstützung und Gelassenheit zu finden. Am besten gelingt das, wenn Sie selbst völlig ruhig und unaufgeregt sind. Sind Sie ängstlich und unsicher, wird Ihr Tier das sofort merken.

Bleiben Sie entspannt, lassen Sie das Gewitter draußen toben und machen Sie sich eine schöne Zeit mit Ihren vierbeinigen Freunden. 
 

 

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Die TASSO-Checkliste für einen sicheren und gut vorbereiteten Urlaub mit Vierbeiner

 

Wenn in einigen Wochen die Ferien beginnen, steht bei vielen Familien auch wieder der Sommerurlaub an. Für Tierhalter stellt sich dann die Frage, ob ihr Haustier sie in den Urlaub begleiten wird oder lieber zu Hause betreut werden soll. Katzen, die ein starkes Revierverhalten haben, verlassen ihr Zuhause eher ungern und kommen gut damit klar, in ihrer gewohnten Umgebung betreut zu werden. Der Hund als Rudeltier will seine Familie sicher gerne begleiten, wenn der geplante Urlaub es zulässt. In vielen Hotels und Ferienunterkünften ist es bereits gestattet, den Hund mitzubringen. Dennoch braucht eine gemeinsame Reise viel Vorbereitung und auch damit am Urlaubsort alles glatt geht, gibt einiges zu beachten.

Auf jeden Fall sollte Ihr Hund vor der Reise bei TASSO registriert sein. Denn egal ob in Deutschland oder im Ausland – der Urlaubsort ist immer fremd, da ist die Gefahr verloren zu gehen größer als Zuhause, wo sich die Tiere auskennen. Deswegen sollten Sie vor Urlaubsantritt auch Ihre Handynummer bei TASSO hinterlegen, damit unsere Notrufzentrale Sie im Ernstfall erreichen kann. Bitte nutzen Sie hierfür das Online-Formular. Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, dass ein Tier verloren geht, rät TASSO-Leiter Philip McCreight: „Leinen Sie Ihren Hund sowohl während der Pausen auf der Fahrt als auch in den ersten Tagen am Urlaubsort sicherheitshalber an.“ 

Vor einer weiten und anstrengenden Reise ist es zudem ratsam, noch einmal Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten, damit sichergestellt ist, dass die Reise nicht zu viel für das Tier wird. Auch die Fahrt zum Urlaubsort muss gut geplant werden. Optimales Verkehrsmittel dafür ist das Auto. Es bietet dem Hund den größten Komfort, weil regelmäßig Pausen eingelegt werden können. Flugreisen bedeuten für Hunde oft großen Stress, besonders wenn die Tiere größer sind und im Frachtraum reisen müssen. Bei Bahnfahrten benötigen Hunde ein eigenes Ticket, müssen häufig einen Maulkorb tragen und die Enge in den Zügen kann schnell stressig werden. Vor allem aber ist es bei einer Reise mit der Bahn nicht möglich, dem Tier regelmäßige Pausen zu gönnen.

Im Auto sichern und regelmäßig pausieren

Geht es mit dem Auto in den Urlaub, müssen Sie Ihren Hund auf der Fahrt unbedingt gut sichern. Er darf bei einer starken Bremsung oder einem Unfall nicht von umherfliegenden Gepäckstücken verletzt oder selbst durch das Auto geschleudert werden. Damit die Fahrt nicht zu anstrengend für Ihr Tier wird, sollten Sie etwa alle zwei Stunden eine Pause einlegen, Ihren Vierbeiner trinken lassen und einige Meter mit ihm spazieren gehen. Da viele Hunde im Auto schnell unter Übelkeit leiden, ist es ratsam, sie etwa vier bis sechs Stunden vor Abfahrt das letzte Mal zu füttern. Es macht den Tieren nichts, einige Stunden ohne Futter auszukommen. Im Auto sollten die Fenster während der Fahrt geschlossen bleiben und die Klimaanlage darf nicht zu stark eingestellt sein, da Hunde leicht eine Bindehautentzündung bekommen. Und natürlich gilt auch für die Pause auf dem Rasthof die Regel, einen Hund an warmen Tagen niemals im Auto zurückzulassen.

Heimtierausweis und Transponder sind im Ausland Pflicht

Führt die Reise zudem ins Ausland, ist es wichtig, dass Sie einen EU-Heimtierausweis für Ihr Tier haben. Diesen erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt. Weiterhin ist die Kennzeichnung mit einem Transponder, auch Mikrochip genannt, vorgeschrieben. Klären Sie vor Reiseantritt unbedingt die Einreisebestimmungen, und informieren Sie sich darüber, welche Vorschriften vor Ort gelten. In einigen Ländern müssen bestimmt Rassen zum Beispiel einen Maulkorb tragen, manchmal gilt Leinenpflicht, oder Hunde dürfen nicht mit ins Restaurant.

Damit Sie auch nichts vergessen, hier die TASSO-Checkliste für das Reisegepäck Ihres tierischen Lieblings:
 

  • Für die Sicherheit: Heimtierausweis mit Informationen zu den letzten Impfungen, Telefonnummer des Ansprechpartners bei der Haftpflichtversicherung und die Adresse eines Tierarztes vor Ort
  • Für die Fahrt und den Aufenthalt: Transportbox, Maulkorb (wenn nötig), Leine, Hunde-Kissen oder Körbchen sowie Decke und Spielzeug
  • Für Hygiene und Hunger: Fressnapf, Kot-Tüten, Handtuch, Kamm und Bürste, Futter und Leckerlies
  • Für die Gesundheit: Reiseapotheke mit den Medikamenten, die das Tier benötigt, Mitteln gegen Reiseübelkeit und Durchfall, Wund- und Desinfektionsspray, Tüchern zum Reinigen der Augen und Pfoten, Zeckenzange und Verbandsmaterial
 

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Hundesitting – Wer haftet im Falle eines Falles?

 

Arbeit, Urlaub, Arzttermin oder ein besonderer Ausflug: Im Leben eines Hundehalters gibt es immer wieder Momente, in denen der tierische Freund leider nicht dabei sein kann. Die Betreuung für diese Zeit zu regeln, ist häufig eine Herausforderung. Und wenn der Hund dann ausgerechnet in der Obhut eines Hundesitters einem Dritten gegenüber einen Schaden verursacht, kann es schnell richtig stressig werden. TASSO e.V. klärt über die gesetzlichen Regelungen auf und gibt Tipps.

Es ist schnell passiert: Plötzlich tritt ein Hund beim Gassi gehen ohne Vorankündigung zur Seite, der näherkommende Radfahrer bemerkt es zu spät, steigt in die Bremsen und stürzt. Der Radfahrer verletzt sich am Arm und auch das Fahrrad hat einiges abbekommen. Doch wer zahlt für Reparatur des Fahrrades, die Arztkosten und ein mögliches Schmerzensgeld?

Gefälligkeit oder Vertrag

„In jedem Fall haftet der Hundehalter gemäß § 833 Satz 1 BGB und zwar unabhängig von der Tatsache, dass er gar nicht dabei war und den Vorfall nicht verhindern konnte“, gibt die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries zu bedenken. Für die Beantwortung der Frage, ob zusätzlich zum Halter auch der Hundesitter haften muss, ist es wichtig zu klären, ob es sich beim Hundesitten um eine Gefälligkeit handelte, oder ob es einen Vertrag gab. Diese Abgrenzung kann im Einzelfall mitunter schwierig sein. Wurde zwischen Halter und Sitter ein Vertrag geschlossen, muss auch der Hundesitter für entstandene Schäden haften und möglicherweise ein Schmerzensgeld zahlen. Eine solche Vereinbarung kann auch mündlich geschlossen werden, bei professionellen Tiersittern sollten die Regelungen zu Beweiszwecken aber besser schriftlich festgehalten werden.

Doch wo beginnt ein Vertrag und wo endet die Gefälligkeit? „Maßgeblich für die Abgrenzung ist, ob ein Rechtsbindungswille vorhanden war und ob eine Gegenleistung vereinbart wurde", erklärt Ann-Kathrin Fries. Bezahlt der Hundehalter den Aufpasser, oder erbringt er eine andere Gegenleistung, handelt es sich um ein vertraglich vereinbartes Hundesitting. Das kann unter Umständen zum Beispiel schon der Fall sein, wenn zwei Hundehalter sich regelmäßig zu festen Zeiten mit der jeweiligen Betreuung der beiden Hunde abwechseln. „§ 834 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) regelt, dass derjenige, der für einen anderen die Führung und Aufsicht eines Tieres durch einen Vertrag übernimmt, auch für den Schaden verantwortlich ist, der einem Dritten zugefügt wird“, betont Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. Professionelle Hundesitter haben daher in der Regel eine gewerbliche Haftpflichtversicherung.

„Passt die beste Freundin nur gelegentlich einige Stunden aus Nettigkeit kostenlos auf den Hund auf, handelt es sich um eine Gefälligkeit“, erklärt Ann-Kathrin Fries. Passiert dann etwas, übernimmt die Haftpflichtversicherung des Halters die Kosten für entstandene Schäden, sofern das Hüten durch fremde Personen im konkreten Vertrag eingeschlossen ist. Dann würde die Freundin - neben dem Halter - nur noch dann haften, wenn sie grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat.

Der TASSO-Tipp:

„Damit Sie als Halter auf der sicheren Seite sind, sollten Sie sich vergewissern, dass Ihre Haftpflichtversicherung das gelegentliche Hüten des Hundes durch Fremde einschließt“, rät Ann-Kathrin Fries. Da auch ein kleiner Hund schnell Schäden in enormer Höhe anrichten kann, zum Beispiel wenn er einen Verkehrsunfall verursacht, sollten Sie unbedingt auf eine hohe Versicherungssumme achten. Prüfen Sie Ihre Versicherungsunterlagen, und achten Sie beim professionellen Hundesitting darauf, dass Ihnen ein Vertrag vorgelegt wird.


Mit Rat und Tat auf der Seite von Tier und Mensch – kostenlos! Helfen Sie TASSO mit Ihrer Spende: auf www.tasso.net/spende Vielen Dank im Namen der Tiere!

 

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Auf der Flucht getrennt – TASSO bringt Hündin Jina und ihre Halterin wieder zusammen

 

Shohren Kheirnesaie ist überglücklich. Die junge Frau aus dem Iran kann es kaum fassen, dass sie ihre kleine Hündin Jina, die ihr vor mehr als einem halben Jahr weggenommen wurde, wieder in den Armen halten darf. Zu verdanken hat sie das einem Team aus engagierten Tierschützern, einigen Sponsoren, der Tierschutzorganisation TASSO e.V. sowie der großen TASSO-Facebook-Gemeinde.

Was war passiert?

Wegen der schwierigen Situation im Iran musste Shohren Kheirnesaie ihr Heimatland verlassen und sich auf den Weg nach Europa machen. Doch ihre kleine Hündin zurückzulassen kam für die junge Studentin nicht infrage. Trotz großer Strapazen schaffte sie es, Jina sicher nach Europa zu bringen. In Slowenien wurden Shohren Kheirnesaie und der kleine Malteser-Mix aber getrennt. Die Behörden zogen die acht Monate alte Hündin ein und brachten sie in Quarantäne. 1.500 Euro hätte Jinas Halterin aufbringen müssen, um ihre Hündin danach wiederzubekommen. Geld, das die geflüchtete junge Frau nicht hatte. Sie musste davon ausgehen, dass Jina eingeschläfert worden ist und reiste schließlich ohne die Hoffnung, ihren geliebten Hund jemals wiederzusehen, weiter.

Dass das Schlimmste passierte, verhinderte dann aber die in Slowenien aktive deutsche Tierschützerin Marta Gornik. Sie machte auch TASSO auf die Umstände aufmerksam. Zunächst kümmerten sich Freiwillige in Slowenien um Spenden, während TASSO versuchte, die Tiere nach Deutschland überstellen zu lassen, da die Situation in Novo Mesto unter anderem aufgrund der unbeheizten Zwinger im Winter problematisch war. Das zuständige deutsche Ministerium lehnte eine Überführung jedoch ab. Zwei Hunde waren bereits gestorben, das Überleben von neun weiteren Hunden stand auf dem Spiel. Im Februar schließlich gelang es, eine Vereinbarung auszuhandeln, nach der TASSO die Verantwortung für die Hunde übernimmt. Dank der finanziellen Unterstützung der karitativ sehr engagierten Saskia Greipl-Konstantinidis konnten die Rechnungen des Tierheims in Novo Mesto bezahlt werden. Einige Wochen später wurden die ersten Zusammenführungen möglich.

Wo ist Jinas Frauchen?

Im Fall Jina schien das allerdings aussichtslos. Als Jinas Quarantänezeit im Frühjahr vorbei war und sie ausreisen durfte, wusste niemand, wo ihr Frauchen ist. Denn Shohren Kheirnesaie, die davon ausgehen musste, dass ihr Liebling nicht mehr lebt, war weitergereist, und niemand wusste, wohin. Mit einem Suchbeitrag auf Facebook machte TASSO die Suche öffentlich und bat die mehr als 750.000 Facebook-Fans um Mithilfe. Dieser Beitrag wurde 27.000 Mal geteilt und erreichte so mehr als eineinhalb Millionen Menschen. Zahlreiche Hinweise gingen bei Petra Zipp, Leiterin Tierschutz Europa bei TASSO, ein. Darunter war auch der entscheidende Tipp. Shohren Kheirnesaie sollte in Salzburg sein. Das passte zu dem, was Petra Zipp in der Zwischenzeit herausgefunden hatte. Es folgten viele E-Mails und Telefonate. Eine große Hilfe war Schirin Lavassani, eine Perserin, die in Salzburg keine zehn Kilometer von dem Aufenthaltsort der Halterin lebt. Sie hatte Shohren Kheirnesaie auf Facebook geschrieben und konnte der fassungslosen und völlig überwältigten Frau in ihrer Landessprache erklären, dass Jina noch lebt.

Am vergangenen Wochenende kam es dann zur großen Wiedervereinigung zwischen Jina, Shohren Kheirnesaie und ihrem Verlobten. „Shohren war überglücklich, ihre Jina zurück zu haben“, erzählt Petra Zipp, die für TASSO vor Ort war. „Sie konnte es gar nicht fassen, weinte vor Glück und bedankte sich überschwänglich bei allen Helfern. Auch Jina erkannte ihre Halterin sofort und freute sich tierisch.“

In der Flüchtlingsunterkunft, in der Shohren Kheirnesaie derzeit lebt, sind allerdings keine Hunde gestattet. Deswegen suchen die Helfer vor Ort nun nach einer geeigneten Wohnung für sie, ihren Verlobten und die kleine Jina. Dabei hilft sicher, dass der österreichische Fernsehsender ORF die Zusammenführung begleitet hat und in den nächsten Tagen einen Beitrag ausstrahlen wird. Der Sendetermin wird – sobald bekannt – auf der TASSO-Facebook-Seite veröffentlicht.

Ohne alle beteiligten Unterstützer hätten neun Hunde wohl ihr Leben in Slowenien lassen müssen. Acht von ihnen hat TASSO bereits wieder mit ihren Haltern zusammengebracht. Ein Hund wartet noch darauf, ausreisen zu dürfen. Aber auch für ihn wird es bald so weit sein. Petra Zipp weiß: „Ohne die vielen Tierschützer, die zahlreichen Menschen, die sich in den Flüchtlingsunterkünften engagieren und die großzügigen Spender, wären diese Erfolgsgeschichten nicht möglich gewesen. Alle Halter und Tiere sind überglücklich, wieder zusammen zu sein.“

Bilder vom glücklichen Wiedersehen finden Sie hier.

 

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TASSO-Aktion „Hund im Backofen“– Autos können im Frühjahr und Sommer zur tödlichen Falle für Hunde werden

 

Der Frühling ist da: So schön diese Zeit auch ist, sie birgt auch Gefahren. Nach wie vor sterben in Deutschland jedes Jahr Hunde, weil ihre Halter sie im Auto zurücklassen. Dabei gilt: Ein Hund gehört nicht ins abgestellte Auto, wenn es warm ist, auch nicht für wenige Minuten.

Leider wissen viele Halter nicht über die Gefahren Bescheid. „Schon ab 20 Grad darf der Hund nicht im Auto zurückgelassen werden“, erklärt Philip McCreight, der Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Bereits ab dieser Temperatur heizt sich das Innere des Fahrzeuges binnen kürzester Zeit auf extreme Temperaturen auf. Eine große Gefahr für die Tiere, die im Auto auf die Rückkehr ihrer Halter warten müssen.

Auch die Seitenscheiben ein Stück herunterzulassen, ist keine Lösung. „Das genügt nicht, um die notwendige Kühlung zu bringen“, sagt der TASSO-Leiter. Denn Hunde schwitzen völlig anders als Menschen. Ihren Wärmehaushalt kontrollieren sie über das Hecheln. Schon kurze Zeit in dieser Hitze ist gefährlich für die Tiere. Wenn die Hunde überhitzt sind und zu viel Flüssigkeit verloren haben, drohen ein Kreislaufkollaps und damit auch der Tod.

Um die Tiere vor diesem qualvollen Tod zu schützen, macht TASSO regelmäßig auf dieses Thema aufmerksam und bietet kostenlose Informationskarten und Plakate an. Sie können unter www.tasso.net/hund-im-backofen angefordert werden. Außerdem finden Inhaber von Geschäften, Gastronomiebetrieben und Firmen, die ihren Kunden gestatten, Hunde mitzubringen, dort ein „Hunde-willkommen“-Schild zum Aushängen. 

Wenn Sie an einem warmen Tag einen Hund im Auto sehen und eine Notsituation für das Tier erkennen, helfen Sie dem Vierbeiner! Sie sollten versuchen, den Halter ausfindig zu machen und anderenfalls umgehend die Polizei informieren. Grundsätzlich gilt: Lassen Sie Ihren Vierbeiner nicht im Auto zurück, und informieren Sie andere Halter über diese große  Gefahr.

TASSO wünscht Ihnen und Ihren Tieren eine schöne Zeit. Genießen Sie das gute Wetter.

 

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Sorgenfrei ins neue Zuhause
Ein Tier aus dem Tierheim holen

 

Für viele Menschen ist ein Leben ohne Tiere nicht vorstellbar. Groß ist der Wunsch nach vierbeiniger Gesellschaft. Da in Tierheimen und Tierschutzorganisationen jedoch sehr viele Tiere sehnsüchtig auf ein neues Zuhause warten, sollte der erste Gang immer dorthin führen.

TASSO gibt Ihnen Tipps, was Sie beachten müssen, wenn Sie einem Tier aus dem Tierschutz ein Zuhause schenken wollen.

Vorab: Welches Tier passt zu mir?

Hunde und Katzen sind bei vielen Tierfreunden beliebt. Familien mit Kindern wünschen sich oft Kleintiere. Überstürzen Sie nichts: Bevor Ihre Entscheidung fällt, setzen Sie sich ausgiebig mit der artgerechten Haltung der entsprechenden Tierart auseinander. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Sind alle Familienmitglieder mit der Adoption einverstanden? Ist die Wohnsituation für das gewünschte Tier geeignet?
  • Wer übernimmt Pflichten wie Fütterung, Reinigung des Käfigs oder der Katzentoilette, Gassigänge oder Beschäftigung?
  • Welche finanzielle Belastung kommt auf mich zu für Futter, Pflegeartikel, Tierarztbesuche oder Betreuung im Fall meiner Abwesenheit?
  • Kann ich dem Tier zeitlich gerecht werden? Muss es eine bestimmte Zeit lang alleine zu Hause bleiben?

Haben Sie diese Fragen geklärt und sich für den Einzug eines oder mehrerer Haustiere entschieden, legen wir Ihnen Tiere, die in Tierheimen oder Tierschutzorganisationen auf ein neues Zuhause warten, besonders ans Herz.

TASSO-Tipp: Für einen unkomplizierten Überblick über Tierschutztiere in Ihrer Nähe besuchen Sie unser Online-Tierheim shelta unter http://www.shelta.net/.

Im Tierheim: Zeit lassen und Fragen stellen

Haben Sie sich für eine Tierart entschieden, und wissen Sie, welche Eigenschaften Ihr neuer Mitbewohner mitbringen sollte, damit er zu Ihren Lebensumständen passt, sprechen Sie mit den Mitarbeitern des Tierheims. Diese werden Ihnen die Tiere vorstellen, die für Sie in Frage kommen. Auch die Tierheimmitarbeiter werden Ihnen Fragen stellen, denn schließlich sollen auch Sie zum Wunschtier passen. Zudem werden Sie wahrscheinlich einen Selbstauskunftsbogen ausfüllen, in dem Sie beispielsweise Ihre Wohnsituation skizzieren. Bitte haben Sie Verständnis für die Fragen der Tierschützer, sie agieren zum Wohl der Tiere: Nur bei genauer Kenntnis der familiären Situation können Sie zielgerecht beraten werden.

Haben Sie ein Tier entdeckt, das für Sie in Frage kommt, nehmen Sie sich viel Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen. Handelt es sich um einen Hund, besteht vielleicht die Möglichkeit, ihn mehrmals zu besuchen und auszuführen. Bei einer Katze können Sie eventuell vorbeikommen und etwas Zeit mit ihr vor Ort verbringen. Kleintiere werden in der Regel schon nach dem ersten oder zweiten Besuch vermittelt.

Die Vorkontrolle

In der Regel führen die Mitarbeiter des Tierheims oder der Tierschutzorganisation eine Vorkontrolle bei Ihnen als „Adoptionswilligem“ durch. Dabei werden Sie von einem Mitarbeiter zu Hause besucht, wo Ihre Lebenssituation nochmal in Augenschein genommen und Ihre Angaben im Selbstauskunftsbogen überprüft werden.

TASSO-Tipp: Nutzen Sie diese Möglichkeit, um noch bestehende Fragen zu stellen und sich den einen oder anderen Tipp in Hinblick auf das Tier, dem Sie ein Zuhause schenken wollen, zu holen.

Formalitäten: Wichtig zu wissen

Ist die Vorkontrolle positiv verlaufen, steht dem Vermittlungsvertrag nichts mehr im Wege. Schriftlich werden Rechte und Pflichten geregelt wie beispielsweise, dass Sie als neuer Halter Ihr Tier artgerecht halten und gut pflegen müssen. Auch eventuelle Nachkontrollen können Gegenstand des Vertrages sein. Sind alle Formalitäten geregelt, übergibt Ihnen der Tierheimmitarbeiter gegen die sogenannte Schutzgebühr Ihren neuen vierbeinigen Freund. Die Höhe variiert je nach Tierschutzeinrichtung, bewegt sich jedoch meist im Rahmen von 100 bis 300 Euro. Wichtig: Selbst nach besten Vorbereitungen auf das neue Haustier kann sich herausstellen, dass ein Zusammenleben schlussendlich doch nicht möglich ist. Achten Sie deshalb im Schutzvertrag auf die Klausel, dass Sie Ihr Tier zu jedem Zeitpunkt im späteren Leben der Tierschutzeinrichtung wieder anvertrauen können. Nehmen Sie die Hilfe Ihres Tierheimes bei der Lösung von Problemen in Anspruch, bevor Sie ein Tier zurückgeben. Oft helfen einfache Tipps.

Im neuen Zuhause: Viel Ruhe

Natürlich haben Sie alles, was Ihr Tier benötigt, zu Hause bereit stehen, sodass Ihr neuer Schatz direkt lernen kann, wo er was findet. Ganz klar möchten alle Verwandten und Bekannten das neue Familienmitglied begrüßen und kennenlernen. Die gesamte Situation kann jedoch für ihren neuen vierbeinigen Freund belastend sein. Lassen Sie es lieber ruhig angehen, und geben Sie ihm Zeit, sein neues Revier ausgiebig zu erkunden, bevor Sie Besuch empfangen.

Falls Sie noch mehr über Tierhaltung erfahren möchten, besuchen Sie uns unter www.tasso.net/Wissensportal.

TASSO wünscht Ihnen und Ihren neuen tierischen Mitbewohnern alles Gute. 

 

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Illegalen Welpenhandel stoppen! Helfen Sie mit!

 

Liebe Tierfreundin,

lieber Tierfreund,

der Handel mit Welpen, die meist in Osteuropa unter katastrophalen Bedingungen zur Welt kommen, floriert in Deutschland seit vielen Jahren. Für die „Produzenten“ und Händler der sogenannten „Wühltischwelpen“ zählt nur eins: der schnelle Profit! Krankheit und ein frühzeitiger Tod der Welpen werden hierbei billigend in Kauf genommen. Hunderttausende Welpen werden viel zu früh der Mutter und den Geschwistern entzogen und medizinisch nur mit dem Nötigsten versorgt, damit skrupellose Hundevermehrer einen maximalen Gewinn erzielen. Ist die Verfassung der Welpen so schlecht, dass ein Verkauf aussichtslos oder zu risikoreich ist, ist das Schicksal der Welpen als „Kollateralschaden“ noch vor dem Verkauf besiegelt.

Hündinnen werden als Gebärmaschinen missbraucht und leben mit ihren Welpen in miserablen Verhältnissen. Die jungen Hunde sind von Parasiten befallen und leiden an gefährlichen Krankheiten. Sie werden illegal nach Deutschland geschmuggelt, und die Übergabe findet meist im Verborgenen statt. Jeder Kauf fördert letztlich die Produktion neuer Wühltischwelpen und bringt neues Leid. Wegen der fehlenden Sozialisierung bei der Mutter und den Geschwistern ist das Verhalten der Hunde oftmals ein Leben lang gestört, was den zukünftigen Haltern noch nach Jahren große Probleme bereitet. Im schlimmsten Fall enden die Hunde im Tierheim.

TASSO kämpft seit langem gegen den illegalen Welpenhandel. Weitere Informationen und Aufklärungsmaterial zu den Gefahren beim Kauf von Wühltischwelpen finden Sie auf unseren Internetseiten.

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Unterstützen bitte auch Sie unseren Kampf mit Ihrer Spende.

Vielen Dank im Namen der Tiere!

Unterschrift Philip McCreight
Philip McCreight
Leiter TASSO e.V.

 

 

 

 

TASSO-Newsletter

 

Ostern
Schlechte Zeiten für Langohren

 

Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes appellieren TASSO e.V. und die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT) an die Verbraucher, grundsätzlich keine lebenden Kaninchen als Ostergeschenk zu kaufen und kein Kaninchenfleisch zu verzehren.

In Deutschland werden jährlich rund 30 Millionen Kaninchen verzehrt. Für die Fleischproduktion müssen auch hierzulande Mastkaninchen in tierschutzwidriger Käfighaltung auf perforiertem Boden bis zu 90 Tage ihr Dasein fristen, bis sie geschlachtet werden. „Zwar gibt es seit August 2014 spezielle Regelungen in einer Rechtsverordnung, die Mindestanforderungen an das Halten von Mastkaninchen aufstellen“, sagt Kaninchenexpertin Barbara Felde von der DJGT. „Diese reichen aber nicht aus, um die Pflicht aus § 2 Nr. 1 Tierschutzgesetz zu erfüllen, der vorgibt, dass Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt und verhaltensgerecht untergebracht werden müssen. Käfige mit einer Grundfläche von mindestens 0,8 m² (das sind ca. 12 DIN-A4-Blätter), in denen bis zu sechs Kaninchen sitzen dürfen, entsprechen noch immer nicht einer verhaltensgerechten Unterbringung und somit nicht dem Tierschutzgesetz.“

"In diesen Intensivtierhaltungssystemen werden nach wie vor die Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Kaninchen unverhältnismäßig zurückgedrängt“, so Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Die Tiere litten darunter und entwickelten frustrationsbedingte Verhaltensstörungen wie Aggression untereinander oder Gitternagen. Ebenso seien körperliche Schäden wie Wunden und Geschwüre an den Pfoten, Krallenrisse und Todesfälle bei den Kaninchen zu beobachten.

Auch von der Anschaffung eines lebenden Kaninchens als Ostergeschenk ist abzuraten. „Solche Tierkäufe werden oft unüberlegt aus einer Laune heraus getätigt, und am Ende sind die Kaninchen die Leidtragenden“, weiß Mike Ruckelshaus. „Kaninchen haben vielfältige Bedürfnisse, über die man sich vor ihrer Anschaffung gründlich informieren sollte. Schließlich übernimmt man die jahrelange Verantwortung für ein Tier.“ Immer noch litten Kaninchen in Privathaushalten unter Einzelhaltung, zu kleinen und unstrukturierten Käfigen sowie unsachgemäßer Fütterung und Handhabung. „Auch für den privaten Kaninchenhalter gilt die Pflicht des § 2 Nr. 1 Tierschutzgesetz, dass Kaninchen artgemäß ernährt und verhaltensgerecht untergebracht werden müssen. Es ist sogar in § 2 Nr. 3 Tierschutzgesetz die Pflicht festgeschrieben, dass der Kaninchenhalter die erforderliche Fachkenntnis über Kaninchen und ihre Bedürfnisse und Ansprüche haben muss“, erläutert Barbara Felde. „Wichtig ist es zu wissen, dass Kaninchen über zehn Jahre alt werden können, immer mindestens einen anderen Kaninchenpartner, viel Platz zum Hoppeln und Rennen brauchen und darauf spezialisiert sind, große Mengen an frischer Wiese zu fressen.“

Auch dem großen Verwandten des Kaninchens, dem Feldhasen, geht es nicht gut. Der eigentliche „Osterhase“ steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. In Deutschland ist er durch Lebensraumzerstörung im Rahmen der konventionellen Landwirtschaft bedroht. Dennoch wurden im Jagdjahr 2014/15 über 236.000 Feldhasen in Deutschland von Jägern getötet.

 

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Zecken auf dem Vormarsch
Was Hunde- und Katzenhalter beachten müssen

 

Die Temperaturen steigen und locken zunehmend ins Freie. Im Grünen lauert jedoch eine ganz besondere Gefahr: Zecken, die durch ihren Biss mitunter tödlich endende Krankheiten übertragen können. Milde Winter begünstigen die Zeckenpopulation zusätzlich.

TASSO e.V. erklärt, worauf Hunde- und Katzenhalter jetzt achten müssen.

Unabhängig davon, ob Hundehalter mit ihrem Tier im Park, Wald oder im eigenen Garten unterwegs sind, und ganz gleich welchen Schutz sie anwenden: Das Tier sollte nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken abgesucht werden. Dasselbe gilt für Katzen mit Freigang. „Je länger die Zecke am Blut des Hundes oder der Katze saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass lebensgefährliche Erreger übertragen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, immer beispielsweise einen Zeckenhebel bei sich zu tragen, um schnellstmöglich reagieren zu können“, empfiehlt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. Nicht immer gelingt es jedoch, die ganze Zecke zu entfernen. „Bleibt der Kopf stecken, sollten Tierhalter keinesfalls an der Stelle drücken oder quetschen. In den meisten Fällen schafft es der Körper von selbst, den Zeckenkopf abzustoßen. Sollten Tierhalter jedoch eine Entzündung oder Eiter feststellen, muss das Tier dem Tierarzt vorgestellt werden.“

Es gibt viele Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden können. „Die häufig durch Zecken verbreiteten Krankheiten bei Hunden sind die Anaplasmose und die Lyme-Borreliose. Gegen Borreliose können Hunde ab dem Alter von zwölf Wochen vorsorglich geimpft werden, ein vollständiger Schutz gegen diese Krankheit lässt sich dadurch jedoch nicht erreichen“, erklärt die Tierärztin. „Hat sich ein Tier angesteckt, kann die Borreliose nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis hin zu fünf Monaten ausbrechen. Die sogenannte Wanderröte rund um die Einstichstelle ist ein typisches Symptom beim Mensch, tritt aber bei Hund und Katze selten auf oder kann durch das Fell oder eine Hautpigmentierung verdeckt werden. Des Weiteren können Fieber, Schmerzen und Entzündungen der Gelenke und damit wechselnde Lahmheiten auftreten. Der Verlauf kann beschwerdefrei bis hin zu schwer erkrankt sein.“ Besteht der Verdacht auf eine Borrelien-Infektion muss das Tier unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden, der nach der Diagnose eine Behandlung ansetzt.

Anti-Zeckenmittel sind sowohl im Tierbedarfsmarkt als auch beim Tierarzt erhältlich. Da das Angebot jedoch breit gefächert ist und nicht alle Zeckenarten aufgrund ihrer Rezeptoren gleich gut auf die verschiedenen Mittel ansprechen, ist eine tierärztliche Beratung zu empfehlen. Entdeckt der Halter trotz Vorsorge eine Zecke am Tier, muss sie schnellstmöglich mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhebel entfernt werden. Von der Entfernung der Zecke mit bloßen Fingern ist abzuraten, da dann oft der Kopf abreißt oder die Zecke gequetscht wird.

Neben Anaplasmose und Borreliose können Zecken auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Das Robert-Koch-Institut stellt eine Karte mit Risikogebieten in Deutschland zur Verfügung.

 

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Giftköder und andere Herausforderungen beim Gassi gehen

 

Ein ausgiebiger Spaziergang freut Hund und Mensch gleichermaßen. Doch was wir am liebsten ungestört genießen, kann auch zur Gefahr für den geliebten Vierbeiner werden.

TASSO e.V. erklärt, worauf Hundehalter beim Gassi gehen achten sollten.
 
Giftige Happen

Auch dieses Jahr häufen sich die Meldungen zu mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen präparierten Wurststückchen oder Leckerlis. Hundehasser legen sie an durch Hunde stark  frequentierten Orten ab wie beispielsweise in Parks und Hundefreilaufflächen, hinter Büschen und Hecken sowie im hohen Gras.

Hat der Hund einen Giftköder aufgenommen, gilt akute Lebensgefahr. Gehen Sie deshalb jedem Verdacht nach. „Zwar wirken Gifte auf unterschiedliche Arten, die meisten verursachen jedoch schon nach kurzer Zeit erste Symptome wie Erbrechen. Aber auch übermäßiges Hecheln und die vermehrte Produktion von weißem Speichel, blasse Schleimhäute, veränderte Pupillen sowie eine allgemeine Teilnahmslosigkeit können Anzeichen einer Vergiftung sein“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Vergiftungserscheinungen müssen jedoch nicht immer zeitnah einsetzen, gibt die Tierärztin weiter zu Bedenken: „Nach Aufnahme von beispielsweise Rattengift können die ersten Symptome erst nach einigen Tagen erscheinen. Unter anderem sollten Hundehalter auf Müdigkeit, Erbrechen, blutigen Durchfall, Blutungen auf Schleimhäuten und aus den Körperöffnungen und auf eine herabgesetzte Körpertemperatur achten. Meist verstirbt der Hund innerhalb von drei bis fünf Tagen an Organversagen.“

Bemerken Sie, dass Ihr Hund an etwas leckt, sollten sie sofort reagieren und das Verhalten unterbinden. Generell gilt: Verlieren Sie Ihren Hund nicht aus den Augen und beschäftigen Sie ihn. Sorgen Sie für eine vertrauensvolle Bindung und einen guten Grundgehorsam, um Ihren Vierbeiner im Zweifelsfall schnell abrufen zu können. Im Idealfall können Sie Ihrem Hund durch gezieltes Training beibringen, nichts vom Boden aufzunehmen. Holen Sie sich Rat bei einem Hundetrainer.

Das Auslegen von Giftködern ist durch nichts zu entschuldigen. Leider steigt jedoch bei einigen Menschen die Motivation hierzu, wenn sich in ihren Augen, negative Erlebnisse mit Hunden häufen. Deshalb: Verhindern Sie Unmut, und sorgen Sie für ein rücksichtsvolles Miteinander. Dazu gehört auch, dass Hundekot vom Halter aufgesammelt und in Abfallbehälter entsorgt wird. Denn in Hundekot zu treten, ist selbst für den größten Tierfreund nicht angenehm.

TASSO-Tipp: Seien Sie auch skeptisch, wenn Sie in Ihrem Briefkasten eine vermeintliche Futterprobe eines Futtermittelherstellers oder Fachgeschäfts vorfinden, und entsorgen Sie diese lieber. Auch dieses vermeintliche Gratiskost kann mit Giften versehen und von Hundehassern platziert worden sein.

Unmut und Haftungsfragen verhindern

Für Hunde und ihre Halter gibt es beim Gassi gehen neben der Giftködergefahr auch andere Herausforderungen zu meistern. Denn vor allem an stark frequentierten Orten kommt es auf einen rücksichtsvollen Umgang an: ob picknickende Familien im Park, Sportler oder andere Hunde – es gibt neben einer möglichen Leinenpflicht einiges zu beachten.

Oft erwecken Fahrradfahrer oder Inlineskater und Jogger das Interesse des Hundes. Bellend rennt er dem vermeintlichen Ziel hinterher, denn nicht immer sind Hundefreilaufflächen durch Hecken oder Umzäunungen abgegrenzt. So kommt es manchmal zu Situationen, in denen Mensch oder Tier verletzt werden. Zu seinem eigenen Schutz ist es unumgänglich, seinen Hund immer abrufen zu können. Denn nicht selten versuchen Jogger oder Fahrradfahrer den vermeintlichen Angreifer aus Angst über Fußtritte fern zu halten. „Erleidet der Mensch durch den Hund einen Schaden – selbst wenn der Hund ihn gar nicht berührt, sondern beispielsweise ein Radfahrer vor Schreck stürzt und sich verletzt – können dem Hundehalter gegenüber Ansprüche geltend gemacht werden. Dabei kann je nach Verletzung oder Schaden, zum Beispiel wenn der Fahrradfahrer eine Kopfverletzung oder bleibende Schäden erleidet, schnell eine hohe Summe an Schadensansprüchen und Schmerzensgeldforderung entstehen. Nicht nur der Verletzte selbst, sondern beispielsweise auch dessen Krankenkasse, die die Behandlung und die Operation bezahlt und auch der Arbeitgeber, der den Lohn fortzahlt, werden ihre Ansprüche bei dem Hundehalter geltend machen. Deshalb sollte jeder Hundehalter eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abschließen“, empfiehlt die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries.

Auch im Umgang mit Familien mit Kindern können Missverständnisse und gefährliche Situationen entstehen: Reagiert ein Kind verunsichert auf den nahenden Hund oder läuft sogar davon, kann es ebenfalls zu einer Gefährdung auf beiden Seiten kommen, auch wenn der Hund den freundlichen Kontakt. „Gerade bei fremden Kindern sollten Sie zur Sicherheit aller Beteiligten und aus Rücksicht verhindern, dass Ihr Hund zu den Kindern gelangen kann“, gibt Ann-Kathrin Fries zu bedenken.

Nicht selten gehen sich Hundehalter gegenseitig bereits von weitem aus dem Weg. Meist ruft der eine dem anderen die Frage nach dem Geschlecht des Hundes, oder ob er sich mit dem eigenen vertragen könnte, entgegen. Kommt es doch zu einem Unfall zwischen mehreren Hunden, ist die nachträgliche Feststellung der Schuld nicht einfach: „In solchen Fällen ist es immer schwierig zu ermitteln, welcher Hund an welchen Verletzungen die Schuld trägt. Für den Halter des verletzten Hundes besteht jedoch die Möglichkeit, sich einen der beteiligten anderen Hundehalter aussuchen, den er wegen der Kosten in Anspruch nehmen möchten. Der Hundehalter, der vom Halter des geschädigten Hundes ausgesucht wurde, kann sich dann bei Bedarf um einen Ausgleich mit den anderen beteiligten Hundehaltern kümmern. Eine mögliche Mitschuld des verletzten Hundes wird jedoch immer geprüft werden müssen“, erklärt Ann-Kathrin Fries.

 

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Demenz bei Hund und Katze
Ein Leben mit veränderten Ansprüchen

 

Ratlos schaut sich der Hund oder die Katze in der gewohnten Umgebung um und weiß plötzlich nicht weiter. Unter Demenz leiden nicht nur Menschen. Auch unsere Haustiere können mit steigendem Alter daran erkranken.

TASSO e.V. erklärt, welche Wesensveränderungen Hunde- und Katzenhalter aufmerksam beobachten sollten.

Dank einer guten medizinischen Versorgung, ausgewogener Ernährung und einer verantwortungsvollen Haltung können Hunde und Katzen ein relativ hohes Alter erreichen. Mit zunehmenden Jahren können jedoch auch alterstypische Erkrankungen auftreten, wie beispielsweise Demenz. „Demenz wird in der Tiermedizin auch als kognitive Dysfunktion bezeichnet“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. „Dabei spielen mit Plaque-Ablagerungen im Gehirn ähnliche Veränderungen wie bei Alzheimerpatienten eine Rolle.“

Schleichender Beginn: Die Symptome sind vielseitig

Um eine einsetzende Demenz frühzeitig zu erkennen, müssen Hunde- und Katzenhalter ihre Tiere aufmerksam beobachten und bereits kleine Veränderungen im Verhalten ernst nehmen. „Sogar ein veränderter Schlafrhythmus beziehungsweise eine Änderung in der Aktivität generell können Anzeichen für Demenz sein“, weiß Dr. Anette Fach. Auffälliger und somit deutlicher wahrzunehmen sind Verwirrtheit und Desorientierung beim Tier. „Weiß Ihr Hund während seiner gewohnten Gassi-Runde nicht mehr, wohin er gehen soll, erkennt er ihm bekannte Dinge, Menschen oder Tiere nicht mehr, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Aber auch andere Anzeichen können auf Demenz hinweisen: Teilnahmslosigkeit, aber auch Unruhe können genauso symptomatisch für Demenz sein, wie Appetitlosigkeit, Unsauberkeit oder zwanghaftes Verhalten wie Drangwandern. Beim Drangwandern ist das Tier bis zur Erschöpfung ständig in Bewegung.“

Der Tierarzt kann helfen

Vermuten Sie, dass Ihr Hund oder Ihre Katze an Demenz erkrankt ist, suchen Sie den Tierarzt auf. Dieser überprüft den Allgemeinzustand des Tieres, schließt eventuelle andere Erkrankungen aus und fragt Sie gleichzeitig, ob und welche Veränderungen im Verhalten Ihnen aufgefallen sind. Vermutet der Tierarzt eine Demenz, wird er auch weitere Symptomen erfragen, um die Krankheit zu diagnostizieren. Hat sich der Verdacht erhärtet, schlägt der Tierarzt eine auf das Tier angepasste Behandlung vor. Ebenso wie beim Menschen ist Demenz beim Tier nicht heilbar, aber in einem gewissen Rahmen behandelbar. „Bei kognitiver Dysfunktion besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung“, erklärt Dr. Anette Fach. „Nach einer Testphase von vier bis sechs Wochen zeigt sich, ob die Behandlung zu einer Verbesserung der Lebenssituation des Tieres führt. Ist das der Fall, sollte die Therapie lebenslang fortgeführt werden. Unterstützend können Tierhalter zusätzlich B-Vitamine verabreichen.“

Machen Sie es Ihrem Tier einfach

Unabhängig von tierärztlicher Betreuung und Medikamentengabe können Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze das Leben mit Demenz vereinfachen. Vermeiden Sie so gut es geht jeglichen Stress und größere Veränderungen im täglichen Ablauf. Geben Sie Ihrem Liebling das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und begegnen Sie seinen vermeintlichen Marotten mit viel Verständnis und Einfühlungsvermögen. Sie können Ihrem Hund oder Ihrer Katze zusätzliche Futter- und Wassernäpfe im Haus oder in einer größeren Wohnung zur Verfügung stellen. So ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Tier immer etwas findet. Katzen, die aufgrund ihrer Demenz unsauber geworden sind, nehmen gerne weitere Katzentoiletten an. Für Hunde sind spezielle Windeln erhältlich.

Hundehalter sollten ihren dementen Hund draußen zu seiner eigenen Sicherheit nur noch an der Leine führen. Denn entfernt er sich zu weit von Ihnen und eventuell sogar aus Ihrem Sichtbereich, findet er vielleicht nicht mehr zurück. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass er auf Ihr Rufen nicht mehr hört, weil er es Ihnen nicht mehr zuordnen kann.

Katzenhalter sollten sich überlegen, ob sie ihre Freigängerkatze nicht lieber ausschließlich zu Hause halten. Denn verirrt sich das Tier oder begibt sich in lebensbedrohliche Situationen, weil es bereits Erlerntes vergessen hat, ist das Unglück vorprogrammiert. Wenn möglich, stellen Sie Ihrer Katze einen gut gesicherten Balkon zur Verfügung.


Breaking News

 

TASSO-Erfolg auf EU-Ebene:
Klare Mehrheit der Europaabgeordneten fordert
Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht

 

Am 25.02.2016 wurde im Plenum des Europaparlaments in Brüssel erfolgreich über einen einheitlichen Antrag fast aller politischen Fraktionen abgestimmt: Die EU-Kommission wird aufgefordert, eine EU-weite Harmonisierung der Kennzeichnung und Registrierung von Heimtieren herzustellen.

Hauptargument für diesen Schritt ist die Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier, die mit einem auch weiterhin zunehmenden illegalen Welpenhandel einhergeht. Sogenannte Wühltischwelpen sind fast immer schwer erkrankt, auch an ansteckenden Krankheiten. Zudem werden sie unter extrem schlechten Bedingungen transportiert, die eine Verbreitung von Krankheiten weiter fördern. Schlussendlich sterben sie häufig nach wenigen Wochen, da sie nicht geimpft und entwurmt sind.

„Wir fordern bereits seit 2010 eine solche Maßnahme und haben daher in einer interdisziplinären Expertengruppe (CAROdog/cat) in Brüssel die Machbarkeit mit einem konkreten Konzept für ein solches EU-weites System bewiesen“, sagt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. „Wir zeigen, wie mit allen zu ergreifenden Maßnahmen eine EU-weite Harmonisierung erreicht werden kann und sind somit die einzige Organisation, die nicht nur ein solches EU-weites System fordert, sondern sogar eine konkrete Lösung anbietet“, so Philip McCreight weiter. Jetzt folgt die Umsetzungsarbeit für das Konzept – ebenfalls unter maßgeblicher Mitwirkung von TASSO.

TASSO konnte im Rahmen der Konzepterstellung seine mehr als 30-jährige Erfahrung mit dem größten Heimtierregister Europas zielführend einbringen und unter anderem nachweisen, dass die Maßnahme der Kennzeichnung und Registrierung auch wirtschaftlich nicht nur sinnvoll, sondern geradezu geboten ist. „Wir vermitteln jährlich rund 60.500 entlaufene Tiere an ihre Halter zurück, und ersparen den Tierheimen somit Kosten in Höhe von 11 Millionen Euro, da diese Tiere dort nicht versorgt werden müssen. Wären deutschlandweit alle Haustiere bei TASSO registriert, könnten wir Tierheime sogar um 27 Millionen Euro jährlich entlasten“, fasst Philip McCreight die wirtschaftlichen Vorteile zusammen.

TASSO begrüßt somit das Ergebnis dieser Abstimmung im Interesse der Gesundheit für Mensch und Tier, insbesondere jedoch auch im Interesse der kranken Welpen, die zu früh den Müttern entrissen und weite Strecken transportiert werden. Auch ist das Ergebnis im Interesse der geschundenen Muttertiere, die unter unsäglichen Umständen zur Zucht gezwungen werden, im Interesse aller verloren gegangenen Tiere und deren verzweifelten Halter, und schließlich im Interesse aller chronisch überfüllten Tierheime. „Der Heimtierschutz in Europa ist einen großen Schritt weitergekommen. Wir bleiben am Ball“, sagt Philip McCreight abschließend.

Weitere Informationen

Die Zusammenfassung des Konzeptes der Expertengruppe (CAROdog/cat) finden Sie hier: www.tasso.net/Europapolitik/TASSO-Erfolg-auf-EU-Ebene

 

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Durch Sie sind wir stark
Das TASSO-Jahr 2015 in Zahlen

 

Wir blicken zurück auf das vergangene Jahr und freuen uns über all das, was wir 2015 dank Ihrer Unterstützung geschafft haben.

Vermisst, gefunden, zu Hause

Allein 2015 haben wir von TASSO knapp 60.500 entlaufene Hunde und Katzen an ihre Halter zurück vermittelt, und seit Bestehen etwa 510.000. Mal waren die Vierbeiner einige Stunden oder Tage, mal einige Monate und mal einige Jahre verschollen: Ihre Geschichten sind so unterschiedlich wie die Tiere selbst.

An 24 Stunden am Tag und 365 Tagen im Jahr stehen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale bereit, um Anrufe von verzweifelten Tierhaltern, deren Hunde oder Katzen entlaufen sind, entgegenzunehmen. Auch Tierfinder, die einen Hund oder eine Katze dem rechtmäßigen Halter übergeben möchten, melden sich bei uns. Die Mitarbeiter der Notrufzentrale kümmern sich um alle Belange rund um Registrierung, Vermissten- und Fundmeldungen. Das Engagement rund um die Uhr zahlt sich aus: So sorgt TASSO dafür, dass im Schnitt alle 10 Minuten ein vermisstes Tier in sein Zuhause zurückkehren kann. Aber Service bei TASSO beinhaltet noch mehr: Wir stellen für jedes vermisste Tier Suchplakate und Handzettel zur Verfügung. Darüber hinaus können Tierhalter Web-Veröffentlichungen mit der Suchanzeige ihres vermissten Tieres in Anspruch nehmen, und nicht zuletzt ist die TASSO-Halsbandplakette ein deutlich sichtbares Zeichen dafür, dass ein umherirrendes Tier registriert ist. „Sämtliche Leistungen von TASSO sind kostenlos. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Spenden großzügiger Tierfreunde“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO.

Aber nicht nur die TASSO-Mitarbeiter setzen sich für Tiere ein: Knapp 14.100 ehrenamtliche TASSO-Suchhelfer unterstützen die Halter entlaufener Tiere bei der Suche nach ihrem Liebling.

Starker Zuwachs

Dass TASSO bei diesem Angebot regen Zuspruch findet, liegt auf der Hand: Knapp 10 Prozent mehr Neuregistrierungen gab es in 2015. Somit sind nunmehr rund 7,7 Millionen Vierbeiner durch die Registrierung bei TASSO geschützt. „Registrierung ist gelebter Tierschutz. Davon möglichst alle Tierhalter zu überzeugen, ist unser Ziel. Nur so können Hunde und Katzen im Falle eines Weglaufens wieder nach Hause zurück vermittelt werden“, erklärt Philip McCreight. TASSO führt europaweit das größte Haustierzentralregister.

Online direkt ins Herz

Sehr viele Tiere warten in Tierschutzeinrichtungen auf eine neue Familie. Auf shelta, dem Online-Tierheim von TASSO, stehen knapp 7.000 Hunde, etwa 1.000 Katzen sowie Kaninchen, Meerschweinchen, Frettchen und Vögel zur Vermittlung und warten auf Sie. Über 13.000 der auf shelta eingestellten Tiere durften sich im vergangenen Jahr über ihre neuen Familien, die sie ins Herz geschlossen haben, freuen.

Schön, dass auch Sie dabei sind

Sie sind einer von knapp 295.000 Lesern des TASSO-Newsletters und erfahren jede Woche neben unseren praktischen Tipps zum Umgang mit Tieren und Informationen zu aktuellen Gesetzesänderungen auch alles rund um unsere Tierschutzarbeit. Vielleicht sind Sie auch einer von rund 740.000 Fans, die die TASSO-Facebook-Seite abonniert haben. Auch hier berichten wir über viele Themen rund um Tier und Tierschutz. Etwa 59.000 Tierfreunde empfangen auch die Neuigkeiten der Facebook-Seite unseres Online-Tierheims shelta, teilen die Informationen und erheben auf diese Weise ihre Stimme für Tiere, die in Tierheimen und Tierschutzorganisationen auf ein Zuhause warten. Oder durften wie Sie 2015 als einen von insgesamt  2.018.402 Tierfreunden auf unsere Homepage begrüßen?

Ihnen gilt unser Dank

Wir, das Team aus über 80 hauptamtlich bei TASSO engagierten Tierfreunden, freuen uns, wenn Sie uns weiterhin bei unserer Arbeit für das Tierwohl unterstützen. Denn ohne Ihre Hilfe wäre das nicht möglich.

 

 

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Knaller, Böller, Stressalarm
Den Jahreswechsel haustiergerecht gestalten

 

Jedes Jahr aufs Neue gehen in unserer Notrufzentrale vermehrt Vermisstenmeldungen ein: Verzweifelt schildern uns Hunde- und Katzenhalter, wie ihre Lieblinge inmitten der lauten und bunten Feuerwerke, die den Jahreswechsel oft schon einige Tage vor Silvester ankündigen, plötzlich Reißaus genommen haben und nun unauffindbar sind.

Denn: Was für viele von uns ein aufregendes Erlebnis ist, ist für Haustiere der reinste Stress. Tiere haben ein weitaus besseres Gehör als wir Menschen und reagieren wesentlich empfindlicher auf Lautstärke: Schnell wird der für uns ganz normale Spaß zur reinsten Qual für sie. In ihrer Not versuchen sie, der scheinbaren Gefahr durch panische Flucht zu entgehen.

„Hundehalter sind gut beraten, ihre Lieblinge in der Zeit kurz vor dem Jahreswechsel, besonders gut im Auge zu behalten und nicht darauf vertrauen, dass sie abrufbar sind. Aber auch ein angeleinter Hund kann sich plötzlich losreißen und das Weite suchen. Es genügt nur ein einziger Knall“, gibt Philip McCreight, Leiter von TASSO, zu bedenken. „Katzenhalter sollten sich überlegen, ob sie ihre Freigängerkatzen in der Zeit um Neujahr herum nicht lieber in den heimischen, schützenden vier Wänden behalten wollen.“

Lärm, Menschenansammlungen oder andere unvorhersehbare Einflüsse begünstigen, dass Tiere aus der Not heraus das Weite suchen.  „Wer sein Tier schützen will, registriert es. Wenn es verschwindet, ist die Chance, es wieder zu bekommen, dadurch am größten“, erklärt Philip McCreight. „TASSO führt mit 7,7 Millionen registrierten Tieren das größte Heimtierzentralregister Europas. Die Mitarbeiter der Notrufzentrale von TASSO arbeiten rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr – auch an Silvester und Neujahr.“

Die Registrierung ist kostenfrei und ganz unkompliziert auch online möglich: www.tasso.net/registrierung

Fünf Tipps für einen entspannten Jahreswechsel

Wer seinen Vierbeiner vor unnötigem Stress schützen möchte, hat mehrere Möglichkeiten:

  • Schließen Sie Fenster und Türen, und lassen Sie die Rollläden herunter. Je weniger Licht und Lärm nach innen dringen, umso besser.
  • Bleiben Sie bei Ihrem Tier, oder stellen Sie ihm eine andere – ihm vertraute – Person während des Jahreswechsels an seine Seite.
  • Nehmen Sie Ihrem Tier nicht die Möglichkeit des Hörens. Die Ohren zuhalten oder gar verstopfen führt dazu, dass es sich nur noch mehr aufregt.
  • Beginnen Sie bereits einige Tage vorher mit der Vorbereitung auf die Silvesternacht: Besonders Haltern ängstlicher Hunde raten wir, die Tiere rund um das Feuerwerk beim Gassigehen anzuleinen, da bereits vor und auch nach dem 31. Dezember Knaller gezündet werden könnten.
  • Registrieren Sie Ihr Tier bei TASSO. Wenn es Ihnen entwischt, ist die Chance so am größten, dass wir es Ihnen zurückbringen können.

Wir wünschen Ihnen und ihren tierischen Lieblingen einen schönen und vor allem sicheren Silvesterabend und einen guten Rutsch ins Jahr 2016. 

 

© Copyright TASSO e.V.

angepinnt: Unser Notfellchen Merlin  >  siehe hier

       Update: 18.9.

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